English Woman's Journal - Lebenslange Haft für Biafra-Separatistenführer in Nigeria wegen "Terrorismus"

Lebenslange Haft für Biafra-Separatistenführer in Nigeria wegen "Terrorismus"


Lebenslange Haft für Biafra-Separatistenführer in Nigeria wegen "Terrorismus"
Lebenslange Haft für Biafra-Separatistenführer in Nigeria wegen "Terrorismus" / Foto: STEFAN HEUNIS - AFP/Archiv

Wegen Terrorvorwürfen ist der Anführer der Biafra-Separatisten in Nigeria zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Abuja sprach den Anführer der verbotenen Separatistengruppe Indigenes Volk von Biafra (IPOB), Nnamdi Kanu, am Donnerstag in allen Anklagepunkten des "Terrorismus" schuldig und verhängte lebenslange Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe gefordert. Seit dem blutigen Biafra-Bürgerkrieg vor rund sechzig Jahren gibt es im Südosten Nigerias Bestrebungen für einen eigenständigen Staat namens Biafra.

Textgröße ändern:

Der 58-jährige Kanu hatte über den Londoner Sender Radio Biafra für die Unabhängigkeit einer Republik Biafra geworben. 2015 erregte er mit den Worten "Wir brauchen Waffen und wir brauchen Munition" die Aufmerksamkeit der nigerianischen Justiz. Nach massiven Pro-Biafra-Protesten im selben Jahr wurde er verhaftet, floh jedoch 2017 aus dem Land. 2021 wurde Kanu von Kenia an Nigeria ausgeliefert.

1967 hatte die einseitige Ausrufung einer unabhängigen Republik Biafra im Südosten Nigerias durch abtrünnige Armeeoffiziere von der Volksgruppe der Igbo einen 30 Monate währenden Bürgerkrieg ausgelöst. Durch den Konflikt und eine dadurch ausgelöste Hungersnot starben Schätzungen zufolge zwischen 500.000 und zwei Millionen Menschen. Es handelte sich um die erste humanitäre Katastrophe, die weltweit in den Medien dargestellt wurde und den Begriff "Biafra-Kind" für massive Unterernährung prägte.

Die nigerianische Regierung stuft Kanus IPOB-Bewegung als Terrororganisation ein und wirft ihr vor, gezielt ethnische Spannungen zu befeuern.

P.Munro--EWJ

Empfohlen

US-Polizei: Bewaffneter fährt in Michigan mit Lkw in Synagoge - Angreifer ist tot

In einem Vorort von Detroit im US-Bundesstaat Michigan ist ein bewaffneter Angreifer mit einem Lkw in eine Synagoge gerast und dabei zu Tode gekommen. Der Polizeichef des Verwaltungsbezirks Oakland, Michael Bouchard, sagte am Donnerstag, der Angreifer habe sich einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften geliefert und sei nun tot. Eine Sicherheitskraft wurde demnach verletzt. US-Präsident Donald Trump nannte den Vorfall "schrecklich".

Vor Trump-Reise: USA und China beraten ab Sonntag über Handel

Knapp drei Wochen vor einer geplanten China-Reise von US-Präsident Donald Trump nehmen die beiden Länder ihre Handels- und Wirtschaftsgespräche wieder auf. US-Finanzminister Scott Bessent will am Sonntag und Montag in Paris mit dem stellvertretenden chinesischen Regierungschef He Lifeng zusammenkommen, wie Bessents Ministerium am Donnerstag mitteilte. Zu dem Treffen wird auch Trumps Handelsbeauftragter Jamieson Greer erwartet.

US-Polizei: Bewaffneter fährt mit Lkw in Synagoge - Angreifer ist tot

In einem Vorort von Detroit im Nordosten der USA ist ein bewaffneter Angreifer mit einem Lkw in eine Synagoge gerast. Der Polizeichef von Oakland County, Michael Bouchard, sagte am Donnerstag vor Journalisten, der Angreifer habe sich einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften geliefert und sei nun tot. Eine Sicherheitskraft sei verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

19-Jährige in Wald bei Mannheim getötet - 17-Jähriger in Untersuchungshaft

Nach dem Fund einer toten 19-Jährigen in einem Wald bei Mannheim sitzt ein 17-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Dem Jugendlichen werde Mord vorgeworfen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der baden-württembergischen Stadt am Donnerstag mit. Der Beschuldigte und das Opfer sollen demnach seit mehr als einem Jahr eine Beziehung geführt haben, zu möglichen Motiven für die Tat machten die Ermittler zunächst aber keine Angaben.

Textgröße ändern: