English Woman's Journal - Deutscher Journalisten Verband: BBC sollte sich nicht von Trump einschüchtern lassen

Deutscher Journalisten Verband: BBC sollte sich nicht von Trump einschüchtern lassen


Deutscher Journalisten Verband: BBC sollte sich nicht von Trump einschüchtern lassen
Deutscher Journalisten Verband: BBC sollte sich nicht von Trump einschüchtern lassen / Foto: HENRY NICHOLLS - AFP

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die britische BBC dazu aufgefordert, sich nach der Kritik an einer Dokumentation über Donald Trump nicht vom US-Präsidenten einschüchtern zu lassen. "Wenn Fehler in der Berichterstattung begangen wurden, sind sie zu korrigieren", erklärte DJV- Bundesvorsitzender Mika Beuster am Donnerstag. Die BBC habe diese eingeräumt. "Außerdem haben zwei Senderverantwortliche ihren Hut genommen. Damit muss es gut sein", fügte er hinzu.

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Der DJV-Vorsitzende kritisierte, dass ein "vergleichsweise kleiner handwerklicher Fehler (...) zum Popanz aufgebauscht" werde. Trump diffamiere die BBC-Journalisten als korrupt und verlange von der BBC, "eine vollständige und faire Richtigstellung der Doku zu veröffentlichen", sich bei ihm "für die falschen, verleumderischen, herabsetzenden, irreführenden und hetzerischen Aussagen" zu entschuldigen und ihn "angemessen für den entstandenen Schaden zu entschädigen". Damit fordere der US-Präsident eine "totale Unterwerfung nach Autokratenmanier", erklärte Beuster.

Im Interesse der Journalistinnen und Journalisten des Senders dürfe sich die BBC von Trumps Drohung mit einer Milliardenklage nicht einschüchtern lassen. Andernfalls befürchtet der DJV Konsequenzen für alle kritischen und unabhängigen Medien und deren Berichterstattung über Trump weltweit.

Trump hatte angedroht, die britische Rundfunkanstalt nach Kritik an der Dokumentation "Trump: Eine zweite Chance" zu verklagen. Das Anwaltsteam des US-Präsidenten hatte der BBC die "verleumderische" und "böswillige" Bearbeitung einer Rede vorgeworfen, die Trump am 6. Januar 2021 vor der Erstürmung des Kapitols in Washington gehalten hatte.

Der britische Premierminister Keir Starmer forderte die BBC dazu auf, sich an "höchste" journalistische Standards zu halten. "Wo Fehler gemacht wurden, müssen sie ihr Haus in Ordnung bringen", sagte er am Mittwoch im Parlament.

BBC-Generaldirektor Tim Davie und Nachrichtenchefin Deborah Turness erklärten nach Kritik an der Bearbeitung der Trump-Rede ihren Rücktritt. BBC-Präsident Samir Shah räumte eine "Fehleinschätzung" des Senders ein und bat öffentlich um Entschuldigung.

Die Dokumentation "Trump: Eine zweite Chance?" war eine Woche vor der US-Präsidentschaftswahl am 5. November 2024 ausgestrahlt worden. In dem Beitrag für die Sendung "Panorama" waren Ausschnitte aus Trumps Rede vom 6. Januar 2021 zusammengeschnitten worden. Durch die Montage wurde der Eindruck erweckt, Trump habe seine Anhänger direkt zum Sturm auf den Sitz des US-Kongresses aufgerufen.

K.R.Jones--EWJ

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