English Woman's Journal - Schausteller bestürzt über vorläufige Absage von Magdeburger Weihnachtsmarkt

Schausteller bestürzt über vorläufige Absage von Magdeburger Weihnachtsmarkt


Schausteller bestürzt über vorläufige Absage von Magdeburger Weihnachtsmarkt
Schausteller bestürzt über vorläufige Absage von Magdeburger Weihnachtsmarkt / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Der Deutsche Schaustellerbund hat "mit Sorge und Bestürzung" auf den drohenden Ausfall des Magdeburger Weihnachtsmarkts wegen Sicherheitsbedenken reagiert. Die Sicherheit der Besucher und Beschicker des Weihnachtsmarkts sei unzweifelhaft oberstes Gebot, erklärten die Schausteller am Dienstag in Berlin. Warum erst zehn Tage vor dem planmäßigen Start seitens des Landesverwaltungsamts Mängel geäußert würden, sei aber nicht nachvollziehbar.

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Der Deutsche Schaustellerbund wies auf die Bedeutung der Weihnachtsmärkte als "Orte des Miteinanders" hin. Jährlich gebe es in Deutschland mehr als 170 Millionen Besucher. Ihre gesellschaftliche Bedeutung sei äußerst wichtig. "Ein Ausfall des Magdeburger Weihnachtsmarkts ist unter keinen Umständen zu akzeptieren", erklärten die Schausteller.

"Das davon ausgehende Zeichen würde weit über die Grenzen Deutschlands hinausgehen und käme einer Kapitulation unseres Staates gleich." Es würden nun Professionalität, Engagement und Geschwindigkeit in den Amtstuben erwartet. "Und wenn wir Schausteller auf dem Platz etwas zur Lösung beitragen können, so werden wir das wie immer auch tun", erklärte der Präsident des Schaustellerbunds, Albert Ritter.

Der Magdeburger Weihnachtsmarkt hatte knapp ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt wegen Sicherheitsbedenken vorerst keine Genehmigung bekommen. Das Landesverwaltungsamt erklärte, der Veranstalter schaffe "ein potenzielles Anschlagsziel".

Bei dem Anschlag am 20. Dezember vergangenen Jahres waren sechs Menschen ums Leben gekommen, mehr als 300 weitere wurden verletzt. Der aus Saudi-Arabien stammende 51-jährige Taleb A. war laut Anklage damals mit einem Mietwagen in die Menschenmenge gerast, der Prozess gegen A. begann am Montag.

Ch.Anderson--EWJ

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