English Woman's Journal - In Indonesien zum Tode verurteilte britische Großmutter zurück in der Heimat

In Indonesien zum Tode verurteilte britische Großmutter zurück in der Heimat


In Indonesien zum Tode verurteilte britische Großmutter zurück in der Heimat
In Indonesien zum Tode verurteilte britische Großmutter zurück in der Heimat / Foto: Toby Shepheard - AFP

Eine in Indonesien wegen Drogenhandels zum Tode verurteilte Britin ist nach rund zwölf Jahren im Gefängnis wieder in ihrer Heimat. Die 69-jährige Lindsay Sandiford traf am Freitag am Flughafen London-Heathrow ein, sie äußerte sich nicht vor den wartenden Journalisten. Der Fall der schwerkranken Frau wurde von der britischen Öffentlichkeit mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

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Sandiford wurde bei ihrer Ankunft in London in einem Rollstuhl geschoben, sie verbarg ihr Gesicht. Zusammen mit ihr wurde ein wegen Drogenhandels zu lebenslanger Haft verurteilter Brite überstellt. Jakarta und London hatten im vergangenen Monat ein Rückführungsabkommen für die Briten geschlossen. Beide leiden unter schweren gesundheitlichen Problemen.

Sandiford war 2013 auf Bali wegen Drogenhandels schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden. Zollbeamte hatten Kokain im Wert von schätzungsweise rund zwei Millionen Euro in einem doppelten Boden im Koffer der Britin gefunden, als sie 2012 mit einem Flug aus Thailand auf der indonesischen Urlaubsinsel landete.

Sandiford gab die Straftat zu. Sie sagte aber aus, dass sie zu dem Schmuggel gezwungen worden sei. Ein Drogensyndikat habe gedroht, ihren Sohn zu töten, wenn sie das Kokain nicht nach Bali bringe.

Der Fall der Frau war in den vergangenen Jahren immer wieder Thema in den britischen Boulevardmedien. "Meine Hinrichtung steht unmittelbar bevor, und ich weiß, dass ich jeden Moment sterben könnte", schrieb sie 2015 der Zeitung "Mail on Sunday". "Ich habe begonnen, Abschiedsbriefe an meine Familienmitglieder zu schreiben."

In Indonesien gelten besonders strenge Drogengesetze. Seit 2016 wurden in dem südostasiatischen Land aber keine Todesstrafen mehr vollstreckt. Nach Informationen einer Menschenrechtsgruppe saßen im August fast 600 zum Tode verurteilte Menschen in Haft, unter ihnen rund 90 Ausländer.

F.Stewart--EWJ

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