English Woman's Journal - Papst Leo XIV. empfängt Palästinenserpräsident Abbas zu erstem Treffen im Vatikan

Papst Leo XIV. empfängt Palästinenserpräsident Abbas zu erstem Treffen im Vatikan


Papst Leo XIV. empfängt Palästinenserpräsident Abbas zu erstem Treffen im Vatikan
Papst Leo XIV. empfängt Palästinenserpräsident Abbas zu erstem Treffen im Vatikan / Foto: Handout - VATICAN MEDIA/AFP

Papst Leo XIV. hat am Donnerstag Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Vatikan empfangen. Nach den Angaben des Vatikans ging es bei dem ersten Treffen zwischen dem im Mai in sein Amt eingeführten katholischen Kirchenoberhaupt und Abbas um die "dringend notwendige" Unterstützung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen. "Während der herzlichen Gespräche wurde festgestellt, dass es dringend notwendig ist, der Zivilbevölkerung im Gazastreifen Hilfe zu leisten und den Konflikt durch die Verfolgung einer Zweistaatenlösung zu beenden", erklärte der Vatikan im Anschluss an das Treffen.

Textgröße ändern:

Im Gazastreifen ist nach rund zwei Jahren Krieg seit beinahe einem Monat eine brüchige Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas in Kraft. Abbas ist der Langzeitpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, die eine eingeschränkte Kontrolle über das Westjordanland ausübt. Seine Partei Fatah rivalisiert mit der radikalislamischen Hamas, die 2007 die Kontrolle im Gazastreifen übernommen hat.

Die Erklärung des Vatikans zum Treffen wies darauf hin, dass dieses zehn Jahre nach der formellen Anerkennung des Staates Palästina durch den Heiligen Stuhl im Rahmen eines 2015 unterzeichneten Abkommens stattfand. Abbas hatte Leos im April verstorbenen Vorgänger, Papst Franziskus, mehrmals getroffen. Abbas und Leo XIV. hatten bereits im Juli miteinander telefoniert.

Franziskus hatte in den letzten Monaten seines Pontifikats seinen Ton hinsichtlich der Angriffe Israels im Gazastreifen zunehmend verschärft. Leo XIV. schlägt bislang einen gemäßigten Ton an. Zwar brachte er seine Solidarität mit den Palästinensern zum Ausdruck und verurteilte deren Zwangsumsiedlung. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass der Heilige Stuhl die Vorkommnisse im Gazastreifen nicht als "Völkermord" bezeichnen könne.

Am Mittwochnachmittag hatte Abbas am Grab von Papst Franziskus in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom Blumen niedergelegt. "Ich kann nicht vergessen, was er für Palästina und das palästinensische Volk getan hat", sagte Abbas vor Journalisten.

Am Freitag wird der Palästinenserpräsident mit Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni zusammentreffen.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Königin Letizia stürzt auf Fischerboot und bleibt unverletzt

Spaniens Königin Letizia rutschte bei einem Besuch im asturischen Llanes beim Verlassen eines Fischerboots aus. Sie stand mit Hilfe wieder auf und setzte den Termin fort.

Nachtclub-Schlägerei: Londoner Gericht verkündet Strafmaß gegen US-Sänger Chris Brown

Nach seiner Beteiligung an einer Schlägerei in einem Londoner Nachtclub soll ein Gericht in der britischen Hauptstadt am Montag das Strafmaß gegen den US-Sänger und Rihanna-Ex-Freund Chris Brown verkünden. Der 37-Jährige hatte sich im Juli schuldig bekannt, im Februar 2023 an einer Schlägerei im exklusiven Nachtklub "Tape" beteiligt gewesen zu sein. Dabei soll er den Musikproduzenten Abraham "Abe" Diaw in London angegriffen und mit einer Glasflasche geschlagen haben.

Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen

Der Angreifer, der in zwei Pariser Vorstädten aus mutmaßlich rassistischen Motiven einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt hat, leidet offenbar an Schizophrenie und stand während der Tat unter Drogeneinfluss. Nachdem der Polizeigewahrsam des 39-jährigen Kevin T. am Samstag aufgehoben worden war, wurde er am Sonntag in die Psychiatrie eingewiesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. In einem Trauermarsch gedachten hunderte Angehörige und Unterstützer des 26-jährigen afrikanischstämmigen Todesopfers.

Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will die europäische Grenzschutzagentur Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen. "Wir werden am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen", erklärte Brunner am Sonntag. "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen", fügte er hinzu. Die "europäische Migrationswende" werde "konsequent" fortgesetzt.

Textgröße ändern: