English Woman's Journal - Geschäft mit Finanzderivaten: EU eröffnet Kartellverfahren gegen Deutsche Börse

Geschäft mit Finanzderivaten: EU eröffnet Kartellverfahren gegen Deutsche Börse


Geschäft mit Finanzderivaten: EU eröffnet Kartellverfahren gegen Deutsche Börse
Geschäft mit Finanzderivaten: EU eröffnet Kartellverfahren gegen Deutsche Börse / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Die EU-Kommission hat ein formelles Kartellverfahren gegen die Deutsche Börse wegen mutmaßlicher Wettbewerbsverstöße im Geschäft mit Finanzderivaten eingeleitet. Es werde geprüft, ob der Frankfurter Börsenbetreiber sich mit dem US-Technologieindex Nasdaq "im Bereich der Notierung, des Handels und der Abwicklung von Finanzderivaten im Europäischen Wirtschaftsraum abgestimmt" habe, erklärte die Kommission am Donnerstag. Die Deutsche Börse erklärte, das Unternehmen stehe wegen der Angelegenheit im "konstruktiven Dialog" mit Brüssel.

Textgröße ändern:

Die Kommission prüft, ob die beiden Finanzdienstleister, Vereinbarungen getroffen haben, um nicht miteinander in Konkurrenz zu treten. Die Kommission erklärte, sie verdächtige die Deutsche Börse und Nasdaq, Preise abgesprochen und sensible Markt-Informationen ausgetauscht zu haben. Sollte sich dies bestätigen könnte dies gegen die EU-Wettbewerbsregeln verstoßen, hieß es. Die Untersuchung sei Teil der Bemühungen der Kommission, einen "fairen und offenen Binnenmarkt sowie eine vollständig integrierte Kapitalmarktunion zu gewährleisten".

Die EU-Wettbewerbshüter ermittelt seit Herbst vergangenen Jahres gegen die Deutsche Börse. In diesem Zusammenhang gab es auch Razzien bei dem Finanzdienstleister. Sollte sich der Verdacht bestätigen drohen dem Unternehmen Strafen in Höhe von bis zu zehn Prozent seines weltweiten Jahresumsatzes.

Kommission und Deutsche Börse betonten, dass die formale Einleitung der Untersuchung kein Hinweis auf deren Ergebnis sei. Das Verfahren befinde sich "noch in einem frühen Stadium", hieß es aus Frankfurt

Finanzderivate sind Finanzkontrakte, deren Wert sich aus der Entwicklung zugrunde liegender Vermögenswerte wie Anleihen, Aktien oder Rohstoffe ableitet.

Die Deutsche Börse betreibt die Wertpapierbörse in Frankfurt am Main und ist ein wichtiger Akteur auf den europäischen Finanzmärkten. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben mit mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit vertreten, unter anderem auch in New York und Chicago.

L.Ross--EWJ

Empfohlen

Falsche Polizisten mit DDR-Ausweisen: Betrugsversuch in Leipzig scheitert

In Leipzig haben falsche Polizisten mit DDR-Ausweisen versucht, einen 86-Jährigen um sein Erspartes zu bringen. Zwei Männer klingelten am Dienstag an der Wohnungstür des Seniors und gaben sich als Polizisten aus, wie die Polizeidirektion in der sächsischen Stadt am Freitag mitteilte. Zur Legitimierung zeigten sie ihm grüne Polizeiausweise in der Größe eines Sparbuchs, bei denen es sich offenbar um alte Dienstausweise aus DDR-Zeiten handelte.

Anklage gegen Mann in Sachsen: Jugendliche unter Drogen gesetzt und missbraucht

Ein Mann soll in Sachsen drei 13 bis 17 Jahre alte Jungen in dutzenden Fällen unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht haben. Die Taten soll der Beschuldigte teilweise gefilmt haben, um die Aufnahmen später an Dritte weiterzugeben, wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Freitag mitteilte. Gegen den 37-Jährigen wurde Anklage unter anderem wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung in 70 Fällen erhoben.

Auf Autohausgelände eingeschlossen: Polizei holt Senior mit Leitern heraus

Die hessische Polizei hat einen auf einem Autohausgelände eingeschlossenen Senior mit Leitern befreit. Der 92-Jährige wollte am Donnerstag in Maintal einen Blick auf die ausgestellten Fahrzeuge werfen und verlor dabei offenbar die Zeit aus den Augen, wie die Polizei in Offenbach am Freitag berichtete. Als er das Gelände wieder verlassen wollte, war das Schiebetor zu und der Rentner saß hinter einem rund zwei Meter hohen Zaun fest.

Betrunkener Mann filmt sich beim Autofahren und ruft Polizei auf den Plan

Ein betrunkener Mann hat sich in Nordrhein-Westfalen beim Autofahren gefilmt und damit die Polizei auf seine Spur gebracht. Der 34-Jährige aus Bünden veröffentlichte die Aufnahme von seiner Trunkenheitsfahrt am Donnerstag live über ein soziales Netzwerk, wie die Polizei in Herford am Freitag berichtete. Er sei "erkennbar betrunken" gewesen.

Textgröße ändern: