English Woman's Journal - Schusswaffenangriff auf regierungstreue Demonstranten vor Parlament in Belgrad

Schusswaffenangriff auf regierungstreue Demonstranten vor Parlament in Belgrad


Schusswaffenangriff auf regierungstreue Demonstranten vor Parlament in Belgrad
Schusswaffenangriff auf regierungstreue Demonstranten vor Parlament in Belgrad / Foto: PETAR PETROVIC - AFP

Bei einem Schusswaffenangriff auf ein Lager regierungstreuer Demonstranten vor dem Parlament in Serbien ist mindestens ein Mensch verletzt worden. Als mutmaßlicher Täter sei ein Rentner festgenommen worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Mann habe in Belgrad mehrere Schüsse abgegeben und ein Zelt in dem von Unterstützern von Präsident Aleksandar Vucic errichteten Lager in Brand gesetzt. Der Staatschef sprach von einer "schrecklichen, terroristischen Attacke".

Textgröße ändern:

Das improvisierte Lager von Vucic-Anhängern blockiert in der Hauptstadt seit mehreren Monaten Straßen vor dem Parlament und einem nahegelegenen Park. Sie wollen mit ihrer Aktion nach eigenen Angaben ihre Unterstützung für den Präsidenten demonstrieren, der seit fast einem Jahr mit Protesten gegen seine Regierung konfrontiert ist.

Am Mittwoch drang laut Polizeiangaben ein Mann in ein Zelt in dem Lager ein und gab mehrere Schüsse ab. Anschließend habe er ein Feuer entfacht, das die Explosion einer kleinen Gasflasche ausgelöst habe, wodurch es zum Brand kam. Der Mann sei wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Gefährdung der Allgemeinheit festgenommen worden, erklärte die Polizei.

In Serbien gibt es seit knapp einem Jahr regelmäßig heftige Proteste gegen die Regierung von Vucic und die im Land herrschende Korruption. Auslöser war der Einsturz des Bahnhofsvordachs in der Stadt Novi Sad am 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Der Hauptbahnhof war erst wenige Monate zuvor nach dreijährigen Renovierungsarbeiten wieder voll in Betrieb gegangen.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen

Frankreich als abschreckendes Beispiel: Die geplanten bundesweiten Jugendproteste am kommenden Samstag nähren in Deutschland die Sorge vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Innenpolitiker von Union und SPD verwiesen am Montag auf die Ausschreitungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Verständnis für die Anliegen junger Menschen zeigten Politikerinnen von Grünen und Linken.

Nach Kollision in Bremerhaven: Ermittlungen gegen Kapitän von Kreuzfahrtschiff

Nach der Kollision eines Kreuzfahrtschiffes beim Auslaufen in Bremerhaven wird gegen den Kapitän ermittelt. Es sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, bestätigte ein Polizeisprecher am Montag in Bremen. Geprüft werde, ob der Kapitän gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen habe. Zuerst hatte der Sender RTL berichtet.

Wahlplakat mit Hitlergruß: Urteil gegen Brandenburger AfD-Abgeordneten rechtskräftig

Das Urteil gegen einen Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten wegen eines Hitlergrußes auf einem Wahlplakat ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt an der Oder vom Februar dieses Jahres, wie der BGH am Montag in Karlsruhe mitteilte. Die Überprüfung des Urteils durch den für Staatsschutzstrafsachen zuständigen Strafsenat habe keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben, hieß es.

Textgröße ändern: