English Woman's Journal - Schwarzarbeit bei Supermarkt-Befüllern: Mindestens 20 Millionen Euro Schaden

Schwarzarbeit bei Supermarkt-Befüllern: Mindestens 20 Millionen Euro Schaden


Schwarzarbeit bei Supermarkt-Befüllern: Mindestens 20 Millionen Euro Schaden
Schwarzarbeit bei Supermarkt-Befüllern: Mindestens 20 Millionen Euro Schaden / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Staatsanwaltschaft München I hat zusammen mit Zoll und Polizei massive Fälle von Schwarzarbeit bei Befüllern von Supermärkten aufgedeckt. Es soll dadurch ein Schaden von mindestens 20 Millionen Euro entstanden sein, teilten die Ermittler am Freitag mit. Der Verdacht richte sich gegen mehr als 70 Beschuldigte, die in unterschiedlichen Positionen mit dem Befüllen der Regale eines Supermarktkonzerns beauftragt waren.

Textgröße ändern:

Etwa 50 Ermittler von Polizei, Zoll und Steuerfahndung durchsuchten am Dienstag und Donnerstag Büroräume des Lebensmittelkonzerns, ein Steuerberaterbüro und drei Wohnungen in Gaimersheim, München und Unterammergau. Es seien umfangreiche Unterlagen sichergestellt sowie Bankguthaben und Immobilien im Wert von etwa drei Millionen Euro gesichert worden.

Von den Beschuldigten soll nur einer für den Lebensmittelkonzern tätig sein, gegen dessen Geschäftsführung bestehe derzeit kein Verdacht, hieß es. Demnach sind in dem Konzern Subunternehmer mit dem Befüllen der Supermarktregale beauftragt, die wiederum Nachunternehmer einsetzen.

Im Rahmen von Kontrollen in Südbayern sei festgestellt worden, dass die Nachunternehmer unter anderem afghanische Staatsangehörige ohne Aufenthaltserlaubnis beschäftigten. Es sei dann festgestellt worden, dass die Arbeitgeber entweder gar nicht oder völlig unzureichend Steuern und Sozialabgaben für die Mitarbeiter zahlten. Außerdem hätten die Nachunternehmen oft nur wenige Monate existiert, weshalb der Verdacht bestehe, dass es sich dabei um reine Scheinunternehmen handelt.

Auf Ebene der Nachunternehmer sei bereits in einem frühen Stadium eine Tätergruppe ermittelt worden. Seit Dienstag laufe das Verfahren gegen einen in Untersuchungshaft sitzenden Hauptbeschuldigten dieser Gruppe, drei weitere Beschuldigte seien in Untersuchungshaft, weitere seien flüchtig. Es bestehe der Verdacht, dass andere Tätergruppen das Vorgehen der Betrüger kopierten - Subunternehmer und ein Mitarbeiter des Lebensmittelkonzerns sollen von der Schwarzarbeit gewusst haben, ihnen werde Beihilfe vorgeworfen.

E.Cunningham--EWJ

Empfohlen

US-Demokraten fordern Sonderermittler zu Trumps Verbindungen zu Epstein

Acht Tage vor den US-Kongresswahlen haben Vertreter der oppositionellen Demokraten die Ernennung eines Sonderermittlers gefordert, um die Verbindungen von Präsident Donald Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. Der Sonderermittler solle nicht nur den Präsidenten, sondern "alle potenziellen Komplizen und Mitverschwörer Epsteins" unter die Lupe nehmen, schrieben die Vertreter der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses am Montag in einem 53-seitigen Bericht.

Vatikan: Papst Leo XIV. reist trotz Krebsoperation nach Südamerika

Der Vatikan hat die geplante Südamerika-Reise von Papst Leo XIV. knapp zwei Wochen nach dessen Lungenkrebsoperation offiziell bestätigt. Der 71-Jährige werde vom 6. bis zum 17. November wie geplant Uruguay, Argentinien und Peru besuchen, erklärte das vatikanische Presseamt am Montag. Die Genesung des katholischen Kirchenoberhaupts schreite weiter voran.

Macron sieht weiteren "riskanten" Protest-Samstag voraus

Nach den gewalttätigen Protesten in Frankreich sollen für den kommenden Samstag angekündigte neue Demonstrationen nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron aus den Innenstädten herausgehalten werden. Der kommende Samstag sei erneut "riskant", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in Marseille mit Blick auf die Proteste. Geschäfte sollten geschützt und die "Ruhe" aufrecht erhalten werden. Von den Gewerkschaften angekündigte Protestmärsche sollten daher außerhalb der Stadtzentren stattfinden.

Geplante Jugendproteste: Warnungen vor Gewalt - und Verständnis für Anliegen

Frankreich als abschreckendes Beispiel: Die geplanten bundesweiten Jugendproteste am kommenden Samstag nähren in Deutschland die Sorge vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Innenpolitiker von Union und SPD verwiesen am Montag auf die Ausschreitungen in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Verständnis für die Anliegen junger Menschen zeigten Politikerinnen von Grünen und Linken.

Textgröße ändern: