English Woman's Journal - Palisades-Feuer in Los Angeles: Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

Palisades-Feuer in Los Angeles: Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen


Palisades-Feuer in Los Angeles: Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen
Palisades-Feuer in Los Angeles: Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen / Foto: MARIO TAMA - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Neun Monate nach dem verheerenden Feuer in einem Nobelvorort von Los Angeles haben die Behörden einen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Der 29-jährige Verdächtige sei wegen des Vorwurfs der Zerstörung von Eigentum durch Feuer in Gewahrsam genommen worden, sagte der kalifornische Staatsanwalt Bill Essayli am Mittwoch. Die Festnahme sei in Florida erfolgt.

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Der Klageschrift zufolge hat "die Rücksichtlosigkeit einer einzelnen Person eines der schlimmsten Feuer verursacht, das Los Angeles je erlebt hat und das zu Tod und großflächiger Zerstörung in Pacific Palisades führte", sagte Essayli.

Der Verdächtige arbeitete demnach als Fahrer für den Taxi-Dienst Uber. Mutmaßlich habe er das Feuer in der Silvesternacht kurz nach Mitternacht an einem beliebten Wanderweg gelegt, kurz nachdem er Gäste im Nobelvorort Pacific Palisades abgesetzt habe.

GPS-Daten zufolge habe sich der Mann rund zehn Meter vom Brandherd aufgehalten, als er versucht habe, das Feuer zu melden, sagten die Ermittler. Sie zeigten zudem Bilder bei der Pressekonferenz, die der Verdächtige in den Wochen vor seiner Tat mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) hergestellt haben soll. Darin war zu sehen, wie eine Stadt in Flammen aufgeht. Über ein mögliches Motiv sei bisher nichts bekannt.

Der Brand in Pacific Palisades war zunächst von der Feuerwehr eingedämmt worden, glomm jedoch am Boden weiter und wurde mutmaßlich durch starken Wind rund eine Woche später wieder angefacht. Das Palisades-Feuer breitete sich weiter nach Westen bis nach Malibu aus. Zwölf Menschen wurden getötet und tausende Häuser zerstört.

Im Januar hatten drei Wochen lang mehrere verheerende Brände im Großraum Los Angeles gewütet. Dabei kamen insgesamt 31 Menschen ums Leben, mehr als 160.000 Gebäude wurden zerstört.

M.Campbel--EWJ

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