English Woman's Journal - Hochwasser in Umgebung von Sydney treibt tausende weitere Menschen in die Flucht

Hochwasser in Umgebung von Sydney treibt tausende weitere Menschen in die Flucht


Hochwasser in Umgebung von Sydney treibt tausende weitere Menschen in die Flucht
Hochwasser in Umgebung von Sydney treibt tausende weitere Menschen in die Flucht / Foto: Saeed KHAN - AFP

Überschwemmungen an der Ostküste Australiens haben tausende weitere Menschen in die Flucht getrieben. Die Behörden des Bundesstaates New South Wales gaben am Mittwoch neue Flutwarnungen heraus, die Gebiete nördlich von Sydney betrafen. Auch in der Millionenmetropole selbst stellten Hochwasser führende Flüsse weiterhin eine Gefahr dar. "Dieses Ereignis ist noch lange nicht vorbei", hob der Premierminister von New South Wales, Dominic Perrottet, hervor.

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Heftige Regenfälle verursachen in der Region seit dem Wochenende Überschwemmungen. Die Behörden haben bereits mehr als 100 Evakuierungsanordnungen veröffentlicht. Insgesamt 85.000 Menschen wurden aufgerufen, ihre Häuser wegen Flutgefahr sofort zu verlassen oder sich darauf vorzubereiten, ihr Heim ohne lange Vorwarnung verlassen zu müssen.

Am westlichen Stadtrand von Sydney traten Flüsse über ihre Ufer, große Landgebiete verwandelten sich in Seen. Schlammiges Wasser drang in Häuser ein, Straßen und Brücken waren nicht mehr befahrbar.

Der neue australische Premierminister Anthony Albanese besuchte am Mittwoch die betroffenen Gebiete und sagte zu, sich um "langfristige Lösungen" zu bemühen. Für 23 überflutete Gebiete in New South Wales rief die Bundesregierung den Katastrophenzustand aus, um Hilfszahlungen an die betroffenen Bewohner zu erleichtern.

In den vergangenen 18 Monaten ereigneten sich an Australiens Ostküste wiederholt schwere Überschwemmungen. Klimawissenschaftlern zufolge werden solche Extremwetter-Ereignisse im Zuge der Erderwärmung zunehmen.

Der Chef des australischen Versicherungsverbands Insurance Council of Australia, Andrew Hall, erklärte, dieses Jahr seien den Versicherungen bereits Schäden durch Naturkatastrophen in Höhe von fünf Milliarden australischen Dollar (3,3 Milliarden Euro) gemeldet worden.

Die sich wandelnden Lebensbedingungen erforderten ein Umdenken, mahnte Hall. So sei es "untragbar", dass Häuser, die in den vergangenen 18 Monaten vier Mal überflutet wurden, weiter versichert werden. "Wir müssen zurücktreten und die Frage stellen: 'Haben wir Häuser am falschen Platz gebaut?'", forderte der Verbandschef.

P.Mitchell--EWJ

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