English Woman's Journal - Prozess gegen mutmaßliche Regionalkader von verbotener PKK in Hamburg begonnen

Prozess gegen mutmaßliche Regionalkader von verbotener PKK in Hamburg begonnen


Prozess gegen mutmaßliche Regionalkader von verbotener PKK in Hamburg begonnen
Prozess gegen mutmaßliche Regionalkader von verbotener PKK in Hamburg begonnen / Foto: Delil SOULEIMAN - AFP/Archiv

Vor dem Oberlandesgericht Hamburg hat am Mittwoch ein Staatsschutzprozess gegen zwei mutmaßliche Regionalkader der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) begonnen. Die beiden Männer im Alter von 63 und 64 Jahren sollen laut Anklageschrift als Gebietsverantwortliche der PKK in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern unter anderem Spendensammlungen und Veranstaltungen organisiert haben. Für das Verfahren sind Verhandlungstermine bis Dezember angesetzt.

Textgröße ändern:

Der 63-Jährige soll der Anklage zufolge mindestens seit September 2024 als Leiter des PKK-Gebiets Kiel an Kadertreffen teilgenommen und Spendengelder in Höhe von 178.000 Euro vereinnahmt haben. Der 64-Jährige soll unter anderem Spendengelder in Höhe von rund 87.500 Euro in seiner Wohnung in Lübeck aufbewahrt und verschiedene Propagandaveranstaltungen mitgeplant haben. Insgesamt sollen sich die Angeklagten demnach von 2020 bis 2025 für die PKK engagiert und diese gefördert haben.

Die Organisation führte seit 1984 einen bewaffneten Kampf für die Rechte der Kurden und gegen den türkischen Staat. Vor einigen Monaten gab sie ihre Auflösung bekannt. Von der Türkei und ihren westlichen Verbündeten wird die PKK als eine Terrororganisation eingestuft. Das Hamburger Oberlandesgericht ist auch für Staatsschutzprozesse aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Das vereinbarten die Länder in Staatsverträgen miteinander.

L.Paterson--EWJ

Empfohlen

Razzia bei Verdächtigem in Hamburg: 50 Kilogramm sprengstoffgeeignete Stoffe entdeckt

Bei einer Durchsuchung in Hamburg hat die Polizei rund 50 Kilogramm Grundstoffe zur Herstellung explosionsgefährlicher Stoffe entdeckt. Ein 40-jähriger Mann steht im Verdacht, unerlaubt Pyrotechnik hergestellt zu haben, wie die Polizei in Hamburg am späten Montag mitteilte. Das Landeskriminalamt war demnach über eine Online-Verkaufsplattform auf den Mann aufmerksam geworden.

Mindestens 23 Tote bei mutmaßlichen Selbstmordanschlägen in Nigeria

Bei mehreren mutmaßlichen Selbstmordanschlägen sind in der Großstadt Maiduguri im Nordosten Nigerias nach Behördenangaben mindestens 23 Menschen getötet worden. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag weiter erklärte, wurden 108 weitere Menschen bei den drei Explosionen am Montagabend verletzt. Die Detonationen ereigneten sich, nachdem Dschihadisten nach Behördenangaben in der Nacht zum Montag einen Angriff auf einen Militär-Stützpunkt in einem Vorort von Maiduguri verübt hatten.

Zwei Menschen in Bistro in hessischem Raunheim erschossen - Täter flüchtig

In einem Bistro im hessischen Raunheim hat ein Bewaffneter in der Nacht zum Dienstag zwei Menschen erschossen. Der flüchtige Täter soll das Lokal gegen 03.45 Uhr betreten und Schüsse abgefeuert haben, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. Die beiden Opfer starben demnach vor Ort, nach dem Täter wurde gefahndet.

Kündigung nach Kirchenaustritt: EuGH entscheidet über kirchliches Arbeitsrecht

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheidet am Dienstag (09.00 Uhr) über eine Frage des kirchlichen Arbeitsrechts. Das deutsche Bundesarbeitsgericht fragte die europäischen Richterinnen und Richter, ob die Caritas einer Mitarbeiterin kündigen darf, weil sie aus der katholischen Kirche austrat. Bei der Beratungsstelle arbeiten auch andere Menschen, die nicht der katholischen Kirche angehören - aber Mitglieder der evangelischen Kirche sind. (Az. C-258/24)

Textgröße ändern: