English Woman's Journal - Deutsche unter den Opfern des Standseilbahn-Unglücks in Lissabon

Deutsche unter den Opfern des Standseilbahn-Unglücks in Lissabon


Deutsche unter den Opfern des Standseilbahn-Unglücks in Lissabon
Deutsche unter den Opfern des Standseilbahn-Unglücks in Lissabon / Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA - AFP

Bei dem Standseilbahn-Unglück in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon hat es auch deutsche Opfer gegeben. "Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden", hieß es am Donnerstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Zu ihrer Anzahl gebe es derzeit noch keine verlässlichen Angaben, die Lage sei noch "unübersichtlich". Der Zivilschutz in Lissabon sprach von zwei Deutschen unter den Verletzten, die Angaben zur Nationalität der Todesopfer sollen erst später folgen.

Textgröße ändern:

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die deutsche Botschaft in Lissabon stehe "eng mit den örtlichen Behörden im Austausch", um die Identität der Opfer zu klären. Nach neuen Angaben der örtlichen Rettungskräfte kamen bei dem Unglück am Mittwochabend 17 Menschen ums Leben. Zwei Menschen seien in der Nacht ihren Verletzungen erlegen, führte Margarida Castro vom städtischen Zivilschutz aus. Zur Identität der Toten machte sie keine Angaben.

21 weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter mindestens elf Ausländer: zwei Deutsche, zwei Spanier, eine Französin, ein Italiener, ein Schweizer sowie jeweils ein Mensch aus Kanada, Korea, Marokko und den Kap Verde.

In ganz Portugal galt am Donnerstag ein von der Regierung ausgerufener Nationaler Trauertag. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern dieses tragischen Standseilbahnunglücks", hieß es auch aus dem Auswärtigen Amt.

Die bei Touristen sehr beliebte Standseilbahn war aus bisher ungeklärter Ursache entgleist und gegen ein Haus geprallt. Den ganzen Abend und die Nacht hindurch waren Einsatzkräfte vor Ort. Ermittler suchten nach der Ursache für das Unglück. Der Fernsehsender SIC berichtete unter Berufung auf eine Augenzeugin, die Standseilbahn sei "mit voller Geschwindigkeit" die steile Straße hinabgerast und habe dabei ein Gebäude gerammt.

Das Unternehmen Carris, das den Nahverkehr in Lissabon betreibt, erklärte, dass "alle Wartungsprotokolle" eingehalten worden seien. Demnach erfolgte 2022 die alle vier Jahre fällige Generalwartung und 2024 die alle zwei Jahre vorgenommene Zwischenwartung. Die "Gloria"-Standseilbahn wurde 1885 in Betrieb genommen und 1915 an das Stromnetz angeschlossen.

S.Smith--EWJ

Empfohlen

Jugendliche auf Toilette vergewaltigt: Ermittlungen gegen 14- und 16-Jährigen

Nach einem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer Jugendlichen im baden-württembergischen Böblingen ermittelt die Polizei gegen einen 14- und einen 16-Jährigen. Zumindest einer von ihnen soll das 17-jährige Opfer nach derzeitigem Ermittlungsstand auf einer Toilette eines Flugplatzes vergewaltigt haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Stuttgart und Ludwigsburg mit. Die Tat ereignete sich demnach schon am Donnerstag.

Mehr als 20 Tote und dutzende Verletzte bei Selbstmordanschlägen in Nigeria

Bei Selbstmordanschlägen sind in Nigeria mindestens 23 Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden. Die Armee machte die islamistische Gruppe Boko Haram für die Explosionen in der Millionenstadt Maiduguri im Nordosten des Landes am Montagabend verantwortlich.

Baum stürzt auf fahrendes Auto - Fahrer in Baden-Württemberg tödlich verletzt

In Baden-Württemberg ist ein Baum aus unbekannten Gründen auf ein Auto gestürzt und hat den Fahrer tödlich verletzt. Nach Polizeiangaben ereignete sich das Unglück am Dienstagvormittag in Waiblingen. Der 55-jährige Fahrer wurde in seinem Fahrzeug einklemmt und so schwer verletzt, dass er noch vor Ort starb.

Bayerische Ermittler mit neuen Methoden erfolgreich gegen Kinderpornografie

Bayerischen Ermittlern ist mit dem Einsatz neuer Ermittlungswerkzeuge nach eigenen Angaben ein erheblicher Schlag im Kampf gegen Kinderpornografie gelungen. Als Folge seien hunderttausende kriminelle Seiten im sogenannten Darknet abgeschaltet worden, teilte der bayerische Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Dienstag in München mit. Details will er am Freitag in einer Presskonferenz mit den Ermittlern bekanntgeben.

Textgröße ändern: