English Woman's Journal - Anklage: Junger IS-Anhänger soll Anschlag in Deutschland geplant haben

Anklage: Junger IS-Anhänger soll Anschlag in Deutschland geplant haben


Anklage: Junger IS-Anhänger soll Anschlag in Deutschland geplant haben
Anklage: Junger IS-Anhänger soll Anschlag in Deutschland geplant haben / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Ein knappes halbes Jahr nach der Festnahme eines russischen mutmaßlichen IS-Anhängers am Flughafen Berlin-Brandenburg hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen ihn erhoben. Akhmad E. wird verdächtigt, einen Anschlag in Deutschland geplant zu haben, wie die Behörde in Karlsruhe am Mittwoch mitteilte - etwa auf die israelische Botschaft in Berlin.

Textgröße ändern:

Dazu habe er unter anderem über das Internet Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoff gesucht. Eine Umsetzung des Plans sei aber daran gescheitert, dass er die notwendigen Inhaltsstoffe für Sprengstoff nicht beschaffen konnte.

Parallel zu seinen Anschlagsplänen soll E. für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) Propagandamaterial ins Russische und Tschetschenische übersetzt haben. Am 20. Februar sei er zum Flughafen gefahren mit dem Plan, sich in Pakistan dem IS anzuschließen und militärisch trainieren zu lassen.

Auf dem Weg zum Boarding wurde er allerdings festgenommen. Der damals 18-Jährige kam in Untersuchungshaft. Im Juni übernahm die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen, die zuvor die Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg geführt hatte.

Die Karlsruher Behörde führte nun aus, dass E. zur Finanzierung seiner geplanten Reise zwei Mobilfunkverträge über teure Smartphones abgeschlossen und die Handys dann mit Gewinn verkauft habe. Kurz vor Reiseantritt habe er einem mutmaßlichen IS-Mitglied im Ausland ein Video mit dem Treueschwur auf den IS geschickt.

Die Anklage wirft ihm die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland - des IS - vor, wobei er als Heranwachsender unter 21 Jahren gehandelt habe. Außerdem erhebt die Bundesanwaltschaft den Vorwurf der versuchten Mitgliedschaft in einer solchen Gruppe. Darüberhinaus soll E. eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet und sich eine Anleitung dafür beschafft haben. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Berliner Kammergericht.

D.W.Robertson--EWJ

Empfohlen

Erdrutsch reißt Krater in Fernstraße in Norwegen: Behörden befürchten ein Todesopfer

Bei einem Erdrutsch in Norwegen sind eine Straße und eine Eisenbahnstrecke schwer beschädigt worden. Beide Fahrspuren der Fernstraße E6 und die parallel zur Straße verlaufenden Gleise versanken am Samstag in einem riesigen Erdloch, wie auf Fotos zu sehen war, die in norwegischen Medien veröffentlicht wurden. Ein dänischer Arbeiter, der seit dem Unglück vermisst wird, ist nach Polizeiangaben vermutlich tot.

Rückschlag für Trump: Gericht erklärt Großteil seiner Zölle für unrechtmäßig

Es ist ein weiterer juristischer Dämpfer für den US-Präsidenten: Ein Berufungsgericht hat einen Großteil der von Donald Trump verhängten Einfuhrzölle für rechtswidrig erklärt. Der Präsident sei nicht dazu befugt, derart weitreichende Zölle zu verhängen, sondern lediglich der Kongress in Washington, erklärte das Bundesberufungsgericht zur Begründung der am Freitag (Ortszeit) getroffenen Entscheidung. Die Richter beließen die Zölle jedoch vorerst bis Mitte Oktober in Kraft. Die Trump-Regierung will den Fall vor den Obersten Gerichtshof bringen.

Auto rast nach Streit in Bar in Gruppe in Frankreich: ein Toter und fünf Verletzte

Im Norden Frankreichs ist ein Autofahrer nach einer Auseinandersetzung in einer Bar in eine Gruppe Menschen gerast. Mindestens ein Mann sei bei dem Vorfall in Evreux getötet worden, sagte der Staatsanwalt der Stadt, Rémi Coutin, der Nachrichtenagentur AFP am Samstag. Fünf weitere Menschen wurden demnach verletzt, zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Drei Verdächtige wurden demnach festgenommen.

Nach Entlassung durch Trump: Gericht prüft Klage von US-Notenbank-Gouverneurin Cook

Ein Gericht in Washington hat sich am Freitag mit der Klage der US-Notenbank-Gouverneurin Lisa Cook gegen ihre von US-Präsident Donald Trump angeordnete Entlassung befasst. In der ersten Anhörung in dem Fall prüfte Richterin Jia Cobb Cooks Antrag auf eine einstweilige Verfügung, mit der sie erreichen will, dass Trumps Anordnung für rechtswidrig erklärt wird. Dies würde es ihr ermöglichen, ihren Posten als Gouverneurin der US-Notenbank Fed weiter auszuüben, während sie juristisch gegen ihre Entlassung vorgeht.

Textgröße ändern: