English Woman's Journal - Prozess wegen Anschlags in koscherem Lokal 1982 in Paris angeordnet

Prozess wegen Anschlags in koscherem Lokal 1982 in Paris angeordnet


Prozess wegen Anschlags in koscherem Lokal 1982 in Paris angeordnet
Prozess wegen Anschlags in koscherem Lokal 1982 in Paris angeordnet / Foto: Jacques DEMARTHON - AFP/Archiv

Mehr als 40 Jahre nach einem Anschlag auf ein koscheres Restaurant in Paris, bei dem sechs Menschen getötet wurden, haben Untersuchungsrichter einen Prozess gegen sechs Männer angeordnet. Zu ihnen zählt der mutmaßliche Haupttäter, der 66 Jahre alte Abou Zayed, ein Norweger mit palästinensischen Wurzeln, wie am Donnerstag in Justizkreisen bekannt wurde. Zayed ist seit 2020 in Frankreich inhaftiert.

Textgröße ändern:

Gegen vier der Verdächtigen, die im Westjordanland, in Jordanien und Kuwait vermutet werden, liegen Haftbefehle vor. Die beiden Angeklagten, die sich in Frankreich aufhalten, bestreiten die Vorwürfe. Die französische Justiz schreibt den Anschlag einer Splittergruppe der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO zu.

"Es ist eine Erleichterung, dass die Republik die Opfer nicht vergisst (...), aber es ist zu bedauern, dass mehreren Verdächtigen der Prozess nur in Abwesenheit gemacht wird", sagte der Anwalt der Nebenkläger Romain Boulet der Nachrichtenagentur AFP.

Mehrere Angreifer hatten am 9. August 1982 in im jüdisch geprägten Stadtteil Marais eine Granate in ein koscheres Restaurant geworfen. Anschließend stürmten die Männer das Restaurant und schossen um sich. In nur drei Minuten töteten sie sechs Menschen und verletzten 22 weitere.

Die Ermittlungen zogen sich über mehr als vier Jahrzehnte hin. Nach anonyme Zeugenaussagen kamen die Ermittler 2015 auf die Spur von drei Verdächtigen. Einer von ihnen wurde in Frankreich festgenommen, setzte sich aber später in den Nahen Osten ab. Die Nebenkläger werfen Jordanien vor, die Auslieferung von Verdächtigen verweigert zu haben.

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

32-Jähriger bei Auseinandersetzung in Bremen erschossen

Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Menschen ist in Bremen ein 32-Jähriger erschossen worden. Wie die Polizei in der Hansestadt am Mittwoch mitteilte, wurde ihr der Streit in der Neustadt am Dienstagabend gemeldet. Dabei war demnach auch von mehreren Schüssen die Rede. Als die Polizei vor Ort ankam, traf sie dort niemanden mehr an. Eine Fahndung verlief ergebnislos. Die Spurensicherung fand mehrere Patronenhülsen einer scharfen Waffe.

Belgisches Gericht urteilt im Klimaprozess eines Bauern gegen Total-Konzern

Ein Gericht in der belgischen Stadt Tournai urteilt am Mittwoch (gegen 14.00 Uhr) im Klimaprozess eines Landwirts gegen den Öl- und Gaskonzern Total Energies. Der Rinderbauer Hugues Falys sowie drei Organisationen wollen erreichen, dass Total Verantwortung für Verluste der Landwirtschaft infolge des Klimawandels übernehmen muss und fordern eine Entschädigung. Falys beruft sich auf Dürren, die wegen des Klimawandels häufiger werden.

US-Notenbank Fed könnte Leitzins erneut stabil halten

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) entscheidet am Mittwoch über eine mögliche Leitzinssenkung (Bekanntgabe 20.00 Uhr MEZ). Ökonomen rechnen damit, dass die Notenbank den Leitzins das zweite Mal in Folge stabil lässt. Fed-Chef Jerome Powell will im Anschluss vor die Presse treten (20.30 Uhr MEZ).

Georgiens orthodoxer Patriarch Ilia II. im Alter von 93 Jahren gestorben

Nach fast 50 Jahren an der Spitze der Georgischen Orthodoxen Kirche ist Patriarch Ilia II. im Alter von 93 Jahren gestorben. Das sagte Metropolit Shio Mujiri, der die Kirche bis zur Wahl eines neuen Patriarchen übergangsweise leitet, am Dienstag zu Reportern. Ilia II. wurde nach Klinikangaben am Dienstagmorgen mit "massiven Magenblutungen" ins Krankenhaus gebracht. Er stand der Orthodoxen Kirche Georgiens seit 1977 vor, damit war er eines der am längsten amtierenden religiösen Oberhäupter der Welt.

Textgröße ändern: