English Woman's Journal - Überdosierte Medikamente für Senioren: Haft für vier Pflegekräfte in Bayern

Überdosierte Medikamente für Senioren: Haft für vier Pflegekräfte in Bayern


Überdosierte Medikamente für Senioren: Haft für vier Pflegekräfte in Bayern
Überdosierte Medikamente für Senioren: Haft für vier Pflegekräfte in Bayern / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Weil sie Senioren in Altenheimen potenziell tödliche Mengen an Medikamenten verabreicht haben sollen, hat das Landgericht im bayerischen Regensburg vier Pflegekräfte wegen versuchten Mordes zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Hauptangeklagte soll für zehn Jahre ins Gefängnis und auf Lebenszeit nicht mehr als Pfleger arbeiten dürfen, wie eine Gerichtssprecherin am Montag sagte. Zwei mitangeklagte Pflegerinnen wurden zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, ein weiterer Pfleger zu vier Jahren.

Textgröße ändern:

Die Urteilsbegründung musste zwischenzeitlich unterbrochen werden, weil der Hauptangeklagte der Gerichtssprecherin zufolge einen Zusammenbruch erlitt. Ein Notarzt musste den Mann versorgen. Alle Angeklagten hatten die Tatvorwürfe bestritten.

Außer wegen versuchten Mordes wurden die Angeklagten auch wegen gefährlicher Körperverletzung und Verabreichung von Betäubungsmitteln verurteilt. Nur dem Hauptangeklagten wurde vorgeworfen, an allen drei Taten beteiligt gewesen zu sein.

Die Taten waren in den Jahren 2018 und 2023 begangen worden. Die hochbetagten Senioren starben kurze Zeit nach der Medikamentengabe, ein direkter Zusammenhang mit dem Tod ließ sich aber nicht beweisen, weshalb es keine Verurteilung wegen Mordes gab.

R.Wilson--EWJ

Empfohlen

23-Jähriger entführt in Bayern Kind aus Standesamt

Ein 23-Jähriger hat in Bayern ein Kind aus einem Standesamt entführt. Das Kleinkind wurde später wohlbehalten gefunden, wie die Polizei in Nürnberg am Donnerstag mitteilte. Der 23-Jährige flüchtete. Der Mann war demnach am Mittag in Lauf an der Pegnitz zusammen mit seiner 19 Jahre alten Lebensgefährtin und ihrem Kind zum Heiraten beim Standesamt.

Thüringen: Arbeiter wird zwischen Lastwagen und Laderampe eingequetscht und stirbt

Im thüringischen Ilmenau ist ein Mann zwischen einem Lastwagen und einer Laderampe eingequetscht und dabei getötet worden. Der 36-Jährige war der Beifahrer des Lastwagens, mit dem am frühen Donnerstagmorgen Ware für einen Supermarkt geliefert werden sollte, wie die Polizei in Gotha mitteilte. Er stieg aus dem Fahrzeug aus und wies den 48-jährigen Fahrer ein.

Schockanruf in Bayern: Betrüger erbeuten Schmuck für mehrere hunderttausend Euro

Mit einem Schockanruf haben Betrüger eine Seniorin aus dem bayerischen Fürth um mehrere hunderttausend Euro gebracht. Die 82-Jährige erhielt am Mittwochabend einen Anruf von einem angeblichen Arzt, wie die Polizei am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Er berichtete der Frau, dass ihr Sohn einen tödlichen Unfall verursacht habe und sie nun eine Kaution in Form von Geld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen hinterlegen müsse.

Bayern: Lebenslange Haft nach Todesschüssen auf Hochzeitsfeier in Fürth

Ein Jahr nach tödlichen Schüssen auf einer Hochzeitsfeier im bayerischen Fürth hat das Landgericht Nürnberg-Fürth den Todesschützen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann als "Akt der Selbstjustiz" auf der Feier den Vater seiner früheren Lebensgefährtin erschossen hatte, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Der Vater und die beiden Brüder des Angeklagten müssen sich demnach ab Ende April wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.

Textgröße ändern: