English Woman's Journal - Tödliche Messerstiche eines 14-Jährigen: Schweigeminute an Frankreichs Schulen

Tödliche Messerstiche eines 14-Jährigen: Schweigeminute an Frankreichs Schulen


Tödliche Messerstiche eines 14-Jährigen: Schweigeminute an Frankreichs Schulen
Tödliche Messerstiche eines 14-Jährigen: Schweigeminute an Frankreichs Schulen / Foto: Jean-Christophe VERHAEGEN - AFP/Archiv

Nach dem tödlichen Messerangriff eines 14-jährigen Schülers auf eine Mitarbeiterin einer Schule in Frankreich hat die Regierung für Donnerstagmittag eine Schweigeminute an den Schulen angeordnet."Wir müssen die Schulen schützen und alle, die dort arbeiten", sagte die französische Bildungsministerin Elisabeth Borne am Mittwoch dem Sender France Inter. Dabei sei jedoch keine absolute Sicherheit erreichbar.

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"Wir können nicht jeden Tag an allen Schulen Taschenkontrollen machen", sagte Borne. Metalldetektoren seien auch keine Antwort, weil diese beispielsweise Keramikmesser nicht entdeckten, fügte sie hinzu.

Premierminister François Bayrou hatte am Vorabend erklärt, dass der Verkauf von Messern, "die als Waffe genutzt werden können", an Minderjährigen verboten werde. Präsident Emmanuel Macron bekräftigte sein Vorhaben, die Nutzung sozialer Netzwerke Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren zu untersagen.

Die Tat im Pariser Vorort Nogent hatte in Frankreich Erschütterung ausgelöst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stach der Jugendliche am Dienstagmorgen bei einer Taschenkontrolle in Anwesenheit von Gendarmen vor seiner Schule mehrfach auf eine 31 Jahre alte Schulassistentin ein. Der 14-Jährige, der nicht vorbestraft war, wurde sofort festgenommen.

Er sei gut integriert gewesen und in einem unauffälligen familiären Umfeld aufgewachsen, sagte Bildungsministerin Borne nach einem Treffen mit Lehrern und Schülern. Zu Beginn des Jahres sei der Jugendliche zweimal wegen Störung des Unterrichts vorübergehend ausgeschlossen worden, habe aber seitdem keine Schwierigkeiten mehr gemacht. Die Schülerinnen und Schüler seien "schockiert, dass einer ihrer Klassenkameraden eine so grausame Tat begehen konnte", fügte Borne hinzu.

Der Unterricht an der Schule wurde für Dienstag und Mittwoch ausgesetzt. Die Tat löste zahlreiche erschütterte Reaktionen und eine politische Debatte über verschärfte Sicherheitsregeln an Schulen aus.

Die französische Regierung hatte im März stichprobenartige Kontrollen angeordnet, nachdem ein 17-Jähriger vor einer Schule erstochen worden war. Seither beschlagnahmte die Polizei bei 6000 Taschenkontrollen 186 Messer und nahm 32 Menschen in Gewahrsam.

L.Paterson--EWJ

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