English Woman's Journal - Macrons Wachsfigur entwendet: Protest gegen Russlandgeschäfte

Macrons Wachsfigur entwendet: Protest gegen Russlandgeschäfte


Macrons Wachsfigur entwendet: Protest gegen Russlandgeschäfte
Macrons Wachsfigur entwendet: Protest gegen Russlandgeschäfte / Foto: Thomas SAMSON - AFP

Die Umweltorganisation Greenpeace hat mit einer im Pariser Wachsfigurenkabinett entwendeten Figur des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gegen den Import von Gas und Dünger aus Russland protestiert. "Die Ukraine brennt und die Geschäfte laufen weiter", heißt es auf einem Transparent, das die Organisation am Montag neben der Macron-Statue vor der russischen Botschaft in Paris enthüllte. Greenpeace-Aktivisten warfen dabei mit falschen Geldscheinen um sich.

Textgröße ändern:

Nach Polizeiinformationen hatten zwei Frauen und ein Mann zuvor die Statue des Präsidenten aus dem berühmten Musée Grevin entwendet. Sie hätten das Wachsfigurenkabinett als Touristen betreten, sich dann als Arbeiter verkleidet und die Wachsfigur in eine Decke gehüllt aus einem Notausgang herausgeschmuggelt, hieß es. Die Wachsfigur des Präsidenten ist etwa 40.000 Euro wert.

Die Aktivisten hätten sich kurz darauf beim Museum gemeldet und versprochen, die Macron-Statue in Kürze unbeschadet zurückzubringen, sagte eine Museumssprecherin.

Greenpeace prangert mit seiner Aktion vor allem die weiter laufenden Geschäfte Frankreichs mit Russland an, unter anderem den Import von Düngemitteln. "Macron steht für das doppelte Spiel: Einerseits unterstützt er die Ukraine, andererseits ermuntert er die französischen Unternehmen, weiter Geschäfte mit Russland zu machen", sagte Jean-Francois Julliard, Generaldirektor von Greenpeace Frankreich.

Nach Angaben französischer Düngemittelhersteller bezieht die EU 80 Prozent seiner Düngemittel aus Russland. Die EU plant Zölle auf den Import von Düngemitteln aus Russland, um dies einzuschränken. Europäische Landwirte fordern unterdessen, zunächst Zölle auf Dünger aus anderen Ländern abzubauen.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Wachsfigur eines französischen Politikers aus dem Musée Grévin verschwindet. 1983 traf es den damaligen Pariser Bürgermeister Jacques Chirac. Seine Wachsfigur fand sich einige Tage später im Zoo wieder.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Eskalation um Polens Verfassungsgericht: Regierungsgegner versuchen auf Gelände vorzudringen

In Polen ist der seit Jahren schwelende Streit um das Verfassungsgericht eskaliert. Anhänger der nationalkonservativen Opposition versuchten am Freitagabend, Absperrungen vor dem Gericht in Warschau zu durchbrechen und auf das Gelände vorzudringen. Bereitschaftspolizisten hielten sie auf, wie ein AFP-Journalist beobachtete. In der Nacht zum Samstag traf Staatspräsident Karol Nawrocki am Gericht ein und betrat das von der Polizei abgeriegelte Gelände, wie sein Kabinettschef Pawel Szefernaker mitteilte.

Kryptowährungsbörse Binance will nach Hackerangriff "alle Verluste" ersetzen

Nach einem massiven Hackerangriff hat die weltgrößte Kryptowährungsbörse Binance angekündigt, Anlegern sämtliche Verluste auszugleichen. Binance habe bereits mehr als 6,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 5,6 Milliarden Euro) zurückgestellt, um gestohlene Vermögenswerte abdecken zu können, teilte Co-Unternehmenschef Richard Teng am Freitag im Onlinedienst X mit. Das Unternehmen werde "alle Verluste" ersetzen.

Prozess um Mord an Fabian aus Güstrow: Verteidigung fordert Freispruch

Im Mordprozess um den Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Verteidigung einen Freispruch für die angeklagte Gina H. gefordert. Es gebe ihrer Ansicht nach keine lückenlose Beweiskette, um der Angeklagten den Mord an dem Kind nachzuweisen, sagte deren Anwälte am Freitag vor dem Landgericht Rostock. Die Anklage stütze sich auf Vermutungen und Spekulationen.

Papst Leo XIV. hat seine Stimme bei den Kongresswahlen in den USA abgegeben

Der in den USA geborene Papst Leo XIV. hat nach Angaben des Vatikans seine Stimme bei den Kongresswahlen in seinem Heimatland per Briefwahl abgegeben. Der Pontifex habe "sein Wahlrecht als US-Bürger wahrgenommen", erklärte der Vatikan am Freitag. "Im Einklang mit dieser langjährigen Praxis bürgerlichen Engagements" habe der Papst "seinen Briefwahlzettel in Chicago eingereicht", hieß es weiter.

Textgröße ändern: