English Woman's Journal - Brasilianische Regierung reagiert kaum auf Meldungen illegaler Abholzung

Brasilianische Regierung reagiert kaum auf Meldungen illegaler Abholzung


Brasilianische Regierung reagiert kaum auf Meldungen illegaler Abholzung
Brasilianische Regierung reagiert kaum auf Meldungen illegaler Abholzung / Foto: EVARISTO SA - AFP/Archiv

Die brasilianische Regierung reagiert Umweltschützern zufolge kaum auf Meldungen über illegale Abholzung. "Trotz der Fülle an Informationen und Beweisen für Umweltverbrechen sind die Überwachungsmaßnahmen der Regierung immer noch weit von dem entfernt, was notwendig ist, um die Abholzung einzudämmen", sagte Ana Paula Valdiones von der Umweltschutzorganisation ICV am Dienstag. Zusammen mit anderen Organisationen betreibt sie eine Plattform, die die Arbeit der Regierung überwacht.

Textgröße ändern:

Die Umweltschützer nutzen Satellitenbilder, um illegale Abholzung zu entdecken und an die Behörden zu melden. Nun haben sie ihre Meldungen mit Behördenangaben über Geldstrafen, Verhaftungen und anderen Maßnahmen von Umweltbehörden abgeglichen. Seit dem Amtsantritt des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro im Januar 2019 habe die Bundesregierung nur auf 2,17 Prozent der Meldungen reagiert, kritisierten sie.

Die Ergebnisse "zeigen, dass bei der illegalen Abholzung von Wäldern in Brasilien immer noch Straflosigkeit herrscht", sagte Tasso Azevedo, Koordinator des Konsortiums aus Universitäten, Umweltgruppen und Technologieunternehmen, das die Plattform zur Überwachung des Regenwalds betreibt. Das Umweltministerium reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

Umweltschützer beschuldigen die Regierung Bolsonaro, die Abholzung mit ihrer industriefreundlichen Politik zu fördern und bei Verstößen ein Auge zuzudrücken. Bolsonaro drängt darauf, geschützte Gebiete für die Agrarindustrie und den Bergbau zu öffnen. Mittlerweile ist die durchschnittliche jährliche Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet nach offiziellen Angaben im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt um mehr als 75 Prozent gestiegen. Die brasilianischen Regenwälder sind allerdings einer der Schlüsselfaktoren im Kampf gegen den Klimawandel.

T.Wright--EWJ

Empfohlen

Grünen-Fraktionschefinnen fordern neuen Anlauf für AfD-Verbotsverfahren

Nach der Vorlage eines neuen Gutachtens zu den Erfolgsaussichten eines AfD-Verbotsverfahrens haben die Grünen einen neuen Anlauf unternommen, dieses durch den Bundestag einzuleiten. "Wir als Fraktionsvorsitzende der demokratischen Fraktionen des Deutschen Bundestags sind in der Verantwortung zu handeln", schrieben die Grünen-Fraktionschefinnen Britta Haßelmann und Katharina Dröge in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, SPD und Linken.

In Plastiktüte vergraben: Kinder finden 60 goldene Ringe in Waldstück in Bayern

Mehr als 60 goldene Ringe haben Kinder in einem Waldstück in Bayern gefunden. Darunter waren Eheringe mit eingravierten Hochzeitsdaten, wie die Polizei in Würzburg am Donnerstag mitteilte. Die Kinder waren demnach Ende Mai mit ihrer Familie in dem Wald bei Johannesberg und stießen dort auf eine vergrabene Plastiktüte.

Mutmaßlicher Computerbetrüger soll Millionenschaden verursacht haben - Festnahme

Ermittler haben am Flughafen von Frankfurt am Main einen mutmaßlichen Computerbetrüger festgenommen, der einen Schaden von viereinhalb Millionen Dollar (knapp vier Millionen Euro) verursacht haben soll. Der Mann wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Demnach wollte der 47-Jährige am Mittwoch aus Spanien über Frankfurt nach Oman reisen. Fahnder hinderten ihn jedoch an der Weiterreise.

Betrüger erbeuten Schmuck für 150.000 Euro von 82-Jährigem in Nordrhein-Westfalen

Betrüger haben von einem 82-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen Schmuck im Wert von 150.000 Euro erbeutet. Der Mann fiel auf die Masche des Schockanrufs herein, wie die Polizei in Siegburg am Donnerstag mitteilte. Demnach wurde der 82-Jährige aus Neunkirchen-Seelscheid am Mittwoch von Unbekannten angerufen, die sich als Polizisten ausgaben. Sie sagten ihm, sein Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht.

Textgröße ändern: