English Woman's Journal - Prozess um Gondelabsturz mit drei Toten in Hessen endet mit Freispruch und Geldauflage

Prozess um Gondelabsturz mit drei Toten in Hessen endet mit Freispruch und Geldauflage


Prozess um Gondelabsturz mit drei Toten in Hessen endet mit Freispruch und Geldauflage
Prozess um Gondelabsturz mit drei Toten in Hessen endet mit Freispruch und Geldauflage / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Im Prozess um eine abgestürzte Wartungsgondel mit drei Toten ist vor dem Amtsgericht im hessischen Eschwege am Montag ein Urteil gefallen. Das Verfahren gegen den angeklagten Geschäftsführer einer Berliner Firma wurde nach Gerichtsangaben gegen eine Geldauflage in Höhe von 60.000 Euro eingestellt. Ein ebenfalls angeklagter Elektriker wurde freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte beiden fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Textgröße ändern:

Laut Anklage soll die Firma des Geschäftsführer für die Wartungsarbeiten an einer Sendeanlage in Hessen eine betriebseigene Seilwinde verwendet haben, die nicht den arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften entsprach. Der mitangeklagte Elektriker sollte laut den Vorwürfen die Seilwinde im Februar 2019 zudem fehlerhaft gewartet haben.

Die Wartungsgondel an der Sendeanlage auf dem Hohen Meißner, einem Mittelgebirge im Fulda-Werra-Bergland, war bei den Arbeiten am 3. September 2019 abgestürzt. Mitarbeiter der Berliner Firma sollten mit einem Transportkorb an dem Sendemast rund 200 Meter nach oben transportiert werden, um neue Antennen anzubringen. Es kam zu Komplikationen, die Gondel stürzte aus rund 80 Metern Höhe ab. Drei Arbeiter im Transportkorb erlitten tödliche Verletzungen.

K.McMillan--EWJ

Empfohlen

Explosion in Mehrfamilienhaus in Regensburg: Mehrere Verletzte und Vermisste

Bei einer Explosion in einem Wohnhaus im bayerischen Regensburg sind am Mittwoch fünf Menschen verletzt worden. Zwei Menschen galten auch Stunden nach der Detonation noch als vermisst, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte. Sie wurden in dem schwer beschädigten Gebäude vermutet. Bewohner konnten inzwischen das Notwendigste aus ihren Wohnungen holen.

Geldwäsche: Klingbeil plant leichteren Zugang zu Konto- und Immobiliendaten

Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sollen die Behörden leichteren Zugriff auf Konto- und Immobiliendaten bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Bundesfinanzministerium vor, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Demnach sollen künftig verdächtige Geldflüsse schneller gestoppt und Konten vorübergehend gesperrt werden können. Die Geldwäsche-Aufsichtsbehörden sollen mehr Befugnisse bekommen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt werden.

Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen

Beim zweiten schweren Zugunglück in Spanien innerhalb eines Jahres sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 100 Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwochmorgen südlich von Madrid auf gerader Strecke kollidierten. Als Ursache vermutet die spanische Regierung menschliches Versagen. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision gestorben.

Mutmaßliche Saboteure aus Belarus festgenommen: Brandanschläge in Bayern geplant

In Bayern sind zwei aus Belarus stammende Männer festgenommen worden, die im Raum Nürnberg Brandanschläge geplant haben sollen. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte am Mittwoch die Festnahme der 39 und 50 Jahre alten Männer vor drei Wochen. Einem Bericht des Magazins "Spiegel" zufolge sollen sie als Saboteure im Auftrag Russlands im Einsatz gewesen sein.

Textgröße ändern: