English Woman's Journal - Zahlreiche Schäden nach schwerem Erdbeben im Westen Frankreichs

Zahlreiche Schäden nach schwerem Erdbeben im Westen Frankreichs


Zahlreiche Schäden nach schwerem Erdbeben im Westen Frankreichs
Zahlreiche Schäden nach schwerem Erdbeben im Westen Frankreichs / Foto: FREDERICK FLORIN - AFP/Archiv

Ein ungewöhnlich heftiges Erdbeben und zwei Nachbeben haben am Wochenende den Westen Frankreichs erschüttert. In mindestens zwei Dörfern wiesen die Kirchtürme große Risse auf, Dutzende Häuser wurden von der Feuerwehr für unbewohnbar erklärt. Auf den ersten Erdstoß am Freitagabend mit einer Stärke zwischen 5,3 und 5,8 folgten am Samstagmorgen zwei weitere Beben. Ausläufer des ersten Bebens waren von Rennes im Norden bis Bordeaux im Südwesten des Landes zu spüren.

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Das französische Erdbebenzentrum (BCSF) registrierte das erste Beben am Freitagabend um 18.38 Uhr, sein Epizentrum lag demnach in der Gemeinde Cram-Chaban im Departement Charente-Maritime. In mehreren Orten vom Osten des Departements bis zum Süden des benachbarten Departements stürzten Dächer teilweise ein, verschoben sich Mauern und entstanden an zahlreichen Fassaden Risse.

Allein in dem Dorf La Laigne mussten rund 170 Menschen ihre Häuser verlassen. Insgesamt zwei Menschen wurden laut den Behörden leicht verletzt.

Nach Angaben von Premierministerin Elisabeth Borne dauerte die Begutachtung der beschädigten Häuser am Samstag weiter an. Borne sicherte allen Betroffenen ihre Unterstützung zu. Sie werde dafür sorgen, dass alle, deren Häuser unbewohnbar seien, eine neue Unterkunft erhielten.

Die Premierministerin kündigte für Montag den Besuch von Umweltminister Christophe Béchu in der Bebenregion an. Innenminister Gérald Darmanin sagte unterdessen auf Twitter ein beschleunigtes Verfahren zu, um das Beben als Naturkatastrophe anzuerkennen und damit rasch Hilfen zur Verfügung stellen zu können.

Erdbeben mit einer Stärke von über 5 sind in Frankreich äußerst selten. Nach den Worten des Seismologen Jérôme Vergne kommen sie in der Regeln nur alle zehn Jahre einmal vor.

Die Erschütterungen sorgten im ganzen Westen des Landes für Aufruhr. Bei den Notrufnummern gingen zahlreiche Anrufe ein, unzählige Nutzer der Online-Medien machten ihren Sorgen Luft.

Sie habe auf dem Bett gelegen und gelesen, als sie die Erschütterungen gehört habe, berichtete etwa in Tours die Studentin Lea Franke. "Ich bin aufgesprungen, die ganze Wohnung hat gewackelt." Die Erschütterungen hätten mehrere Sekunden gedauert. "Ich hatte totale Angst. Ich wohne im dritten Stock. Ich dachte, der Boden bricht ein."

F.McKenzie--EWJ

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