English Woman's Journal - Mädchen wegen Misshandlung von 13-Jähriger zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt

Mädchen wegen Misshandlung von 13-Jähriger zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt


Mädchen wegen Misshandlung von 13-Jähriger zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt
Mädchen wegen Misshandlung von 13-Jähriger zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt / Foto: JUNG YEON-JE - AFP/Archiv

Wegen der Misshandlung und Demütigung einer 13-Jährigen im schleswig-holsteinischen Heide sind vier Mädchen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren am Dienstag zu gemeinnütziger Arbeit und einem Antigewalttraining verurteilt worden. Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Meldorf sprach sie nach Angaben einer Gerichtssprecherin in Itzehoe in dem eintägigen Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Sachbeschädigung sowie der Verletzung von Persönlichkeitsrechten schuldig.

Textgröße ändern:

Die Täterinnen hatten die Tat vom Februar dieses Jahres mit einem Handy gefilmt, ein mutmaßliches Video des Geschehens kursierte später in sozialen Netzwerken. Nach früheren Angaben wurde das Opfer geschlagen, geschubst und gedemütigt. Außerdem sollen ihm die Täterinnen auch Zigarettenasche und Cola über den Kopf geschüttet sowie ihm Jacke und Smartphone weggenommen haben.

Die Angeklagten wurden laut Gericht jeweils zu 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit und der Teilnahme an einem Antigewalt- und Opferempathietraining verurteilt. Bei Beschuldigten unter 18 Jahren wird das Jugendgerichtsgesetz angewandt, bei dem ein pädagogischer Erziehungsgedanke im Mittelpunkt steht. Dies unterscheidet derartige Verfahren bewusst von Prozessen gegen Erwachsene.

Der Prozess lief deshalb komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nach Angaben des Gerichts erklärten drei der vier Angeklagten den Verzicht auf Rechtsmittel, in ihren Fällen sind die Urteile damit bereits rechtskräftig.

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Explosion in Mehrfamilienhaus in Regensburg: Mehrere Verletzte und Vermisste

Bei einer Explosion in einem Wohnhaus im bayerischen Regensburg sind am Mittwoch fünf Menschen verletzt worden. Zwei Menschen galten auch Stunden nach der Detonation noch als vermisst, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte. Sie wurden in dem schwer beschädigten Gebäude vermutet. Bewohner konnten inzwischen das Notwendigste aus ihren Wohnungen holen.

Geldwäsche: Klingbeil plant leichteren Zugang zu Konto- und Immobiliendaten

Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sollen die Behörden leichteren Zugriff auf Konto- und Immobiliendaten bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Bundesfinanzministerium vor, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Demnach sollen künftig verdächtige Geldflüsse schneller gestoppt und Konten vorübergehend gesperrt werden können. Die Geldwäsche-Aufsichtsbehörden sollen mehr Befugnisse bekommen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt werden.

Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen

Beim zweiten schweren Zugunglück in Spanien innerhalb eines Jahres sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 100 Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwochmorgen südlich von Madrid auf gerader Strecke kollidierten. Als Ursache vermutet die spanische Regierung menschliches Versagen. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision gestorben.

Mutmaßliche Saboteure aus Belarus festgenommen: Brandanschläge in Bayern geplant

In Bayern sind zwei aus Belarus stammende Männer festgenommen worden, die im Raum Nürnberg Brandanschläge geplant haben sollen. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte am Mittwoch die Festnahme der 39 und 50 Jahre alten Männer vor drei Wochen. Einem Bericht des Magazins "Spiegel" zufolge sollen sie als Saboteure im Auftrag Russlands im Einsatz gewesen sein.

Textgröße ändern: