English Woman's Journal - Prozess um Tötung von Exfreundin und Unfallfahrt mit Leiche auf Beifahrersitz

Prozess um Tötung von Exfreundin und Unfallfahrt mit Leiche auf Beifahrersitz


Prozess um Tötung von Exfreundin und Unfallfahrt mit Leiche auf Beifahrersitz
Prozess um Tötung von Exfreundin und Unfallfahrt mit Leiche auf Beifahrersitz / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Weil er seine Exfreundin in seinem Auto erstochen und mit ihrer Leiche auf dem Beifahrersitz auf einer Autobahn einen Unfall provoziert haben soll, hat am Dienstag vor dem Landgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz der Prozess gegen einen Bundeswehrsoldaten begonnen. Die Anklage wirft dem 32-Jährigen Mord, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Unfallflucht vor.

Textgröße ändern:

Demnach soll er im Dezember seine ehemalige Lebensgefährtin auf einem Pendlerparkplatz bei Neuhäusel im Westerwald in seinem Auto im Streit mit zahlreichen Messerstichen getötet haben. Grund dafür sei seine Verärgerung darüber gewesen, dass sie einer Beziehung mit ihm keine weitere Chance geben wollte.

Anschließend fuhr der Mann mit ihrer Leiche auf dem Beifahrersitz auf die Autobahn 3 , wo er etwa 20 Kilometer entfernt absichtlich auf ein anderes Auto aufgefahren sein soll. Beim Autofahren soll der Mann Alkohol getrunken haben.

Der Mann prallte mit dem Wagen in die Mittelleitplanke, setze aber die Fahrt fort und floh unerlaubt vom Unfallort. Wenig später kollidierte das Auto auf der Autobahn erneut mit der Leitplanke, woraufhin der Mann von Polizisten vorläufig festgenommen wurde.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schwieg der Mann bislang zu den Tatvorwürfen. Die Anklagebehörde wirft dem angeklagten Soldaten einen heimtückischen und grausamen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.

Ihm sei bewusst gewesen, dass das Opfer ihm auf dem entlegenen Pendlerparkplatz ausgeliefert gewesen sei. Hinzu kommen Delikte im Zusammenhang mit dem von ihm provozierten Unfall. Bis Anfang Juli wurden noch fünf weitere Verhandlungstermine angesetzt.

T.Wright--EWJ

Empfohlen

Explosion in Mehrfamilienhaus in Regensburg: Mehrere Verletzte und Vermisste

Bei einer Explosion in einem Wohnhaus im bayerischen Regensburg sind am Mittwoch fünf Menschen verletzt worden. Zwei Menschen galten auch Stunden nach der Detonation noch als vermisst, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte. Sie wurden in dem schwer beschädigten Gebäude vermutet. Bewohner konnten inzwischen das Notwendigste aus ihren Wohnungen holen.

Geldwäsche: Klingbeil plant leichteren Zugang zu Konto- und Immobiliendaten

Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sollen die Behörden leichteren Zugriff auf Konto- und Immobiliendaten bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Bundesfinanzministerium vor, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Demnach sollen künftig verdächtige Geldflüsse schneller gestoppt und Konten vorübergehend gesperrt werden können. Die Geldwäsche-Aufsichtsbehörden sollen mehr Befugnisse bekommen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt werden.

Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen

Beim zweiten schweren Zugunglück in Spanien innerhalb eines Jahres sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 100 Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwochmorgen südlich von Madrid auf gerader Strecke kollidierten. Als Ursache vermutet die spanische Regierung menschliches Versagen. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision gestorben.

Mutmaßliche Saboteure aus Belarus festgenommen: Brandanschläge in Bayern geplant

In Bayern sind zwei aus Belarus stammende Männer festgenommen worden, die im Raum Nürnberg Brandanschläge geplant haben sollen. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte am Mittwoch die Festnahme der 39 und 50 Jahre alten Männer vor drei Wochen. Einem Bericht des Magazins "Spiegel" zufolge sollen sie als Saboteure im Auftrag Russlands im Einsatz gewesen sein.

Textgröße ändern: