English Woman's Journal - Frankfurt am Main muss Schadenersatz für von Baum beschädigtes Auto zahlen

Frankfurt am Main muss Schadenersatz für von Baum beschädigtes Auto zahlen


Frankfurt am Main muss Schadenersatz für von Baum beschädigtes Auto zahlen
Frankfurt am Main muss Schadenersatz für von Baum beschädigtes Auto zahlen / Foto: DOMINIQUE FAGET - AFP/Archiv

Die Stadt Frankfurt am Main muss Schadenersatz für ein Auto zahlen, das durch einen herabfallenden Ast einen Totalschaden erlitt. Die Stadt habe eine Kronenuntersuchung des Baums pflichtwidrig unterlassen, urteilte das Frankfurter Oberlandesgericht laut Mitteilung vom Donnerstag. Grundsätzlich müssen auch ältere und geschädigte Bäume nur einmal im Jahr kontrolliert werden, in Einzelfällen sind aber kürzere Intervalle nötig. (Az.: 1 U 310/20)

Textgröße ändern:

Im August 2019 parkte die Klägerin in einem Wohngebiet. Von einer Robinie auf dem Bürgersteig brach in der Nacht ein Ast ab und fiel auf das Fahrzeug. Dieses wurde dabei komplett beschädigt. Die Stadt hatte den Baum zuletzt im August 2018 kontrolliert.

Das Landgericht verurteilte die Stadt zur Zahlung von rund 6500 Euro. Diese Entscheidung bestätigten die Richter am Oberlandesgericht nun. Da die Stadt trotz sichtbarer gesundheitlicher Schäden des Baums die Krone nicht gesondert untersuchte, muss sie haften.

Dass sie die im öffentlichen Straßenraum stehenden Bäume einmal im Jahr kontrolliert, sei nicht pflichtwidrig, erklärte das Oberlandesgericht. In begründeten Fällen sehe die Richtlinie aber kürzere Intervalle und besondere Untersuchungen vor. Dies habe in diesem Fall vorgelegen.

Die Krone sei nach Angaben eines Sachverständigen "ausgesprochen schütter" und mit einer gesunden Robinie nicht vergleichbar gewesen. Schon bei der vorherigen Kontrolle hätte dies auffallen müssen, das Erscheinungsbild habe sich nicht erst seit der vorherigen Untersuchung entwickeln können. Auch wegen der Trockenheit 2018 seien zusätzliche Kontrollen nötig gewesen.

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

Mutmaßliche Saboteure aus Belarus festgenommen: Brandanschläge in Bayern geplant

In Bayern sind zwei aus Belarus stammende Männer festgenommen worden, die im Raum Nürnberg Brandanschläge geplant haben sollen. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte am Mittwoch die Festnahme der 39 und 50 Jahre alten Männer vor drei Wochen. Einem Bericht des Magazins "Spiegel" zufolge sollen sie als Saboteure im Auftrag Russlands im Einsatz gewesen sein.

Gefängnismitarbeiter in NRW nach Verkauf von Handys an Häftlinge in Untersuchungshaft

Nach dem mutmaßlichen Verkauf von Mobiltelefonen an Häftlinge in Nordrhein-Westfalen sitzt ein Gefängnismitarbeiter in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden unter anderem zahlreiche Handys beschlagnahmt, wie die Polizei Essen am Mittwoch mitteilte. Der Mann soll Handys und andere Waren in die Haftanstalt geschmuggelt und an Häftlinge verkauft haben.

Brandenburg: Kind in Wildpark von Wolf attackiert und schwer verletzt

In einem Wildpark in Brandenburg ist ein Mädchen von einem Wolf attackiert worden. Das achtjährige Kind sei am Mittwochmorgen von mindestens einem Wolf angegriffen und schwer verletzt worden, teilte die Polizei in Brandenburg an der Havel mit. Zunächst hatten die Behörden lediglich von einem Wildtier gesprochen.

Verheerendes Zugunglück in Spanien: Mindestens 64 Todesopfer

Verheerendes Zugunglück in Spanien: Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge sind mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt, als die Züge am Mittwochmorgen in der Provinz Toledo rund 150 Kilometer südlich von Madrid auf gerader Strecke zusammenstießen. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision ums Leben gekommen.

Textgröße ändern: