English Woman's Journal - Umfrage nach Tod von Harald V.: Rückhalt für Monarchie in Norwegen gewachsen

Umfrage nach Tod von Harald V.: Rückhalt für Monarchie in Norwegen gewachsen


Umfrage nach Tod von Harald V.: Rückhalt für Monarchie in Norwegen gewachsen
Umfrage nach Tod von Harald V.: Rückhalt für Monarchie in Norwegen gewachsen / Foto: Cornelius Poppe - NTB/AFP

Nach dem Tod des äußerst beliebten Königs Harald V. hat die norwegische Monarchie weiter an Rückhalt gewonnen. Laut einer am Dienstag vom Sender NRK veröffentlichten Umfrage des Instituts Norstat unterstützen 72 Prozent, also fast drei Viertel der Norweger die Monarchie in ihrem Land. Nur 20 Prozent der Befragten sprachen sich für eine andere Staatsform aus, acht Prozent waren unentschieden.

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Infolge mehrerer Skandale war die Zustimmungsrate für die norwegische Monarchie im Februar auf 60 Prozent gesunken. 27 Prozent der Bürgerinnen und Bürger des skandinavischen Landes wünschten sich damals eine andere Staatsform.

Der wegen seiner bescheidenen und bodenständigen Art weithin geachtete König Harald V. war am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben. Mit seinem Tod wurde sein Sohn Haakon neuer König. Der 53-Jährige legt am Dienstag als Haakon VIII. seinen Eid vor dem norwegischen Parlament ab, eine Krönungszeremonie gibt es in Norwegen seit 1908 nicht mehr.

Neue Königin ist Haakons Frau Mette-Marit. Die 53-Jährige war in den vergangenen Monaten wegen ihrer Freundschaft mit dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und des Vergewaltigungsprozesses ihres Sohnes Marius Borg Hoiby in die Negativ-Schlagzeilen.

Der 29-Jährige war im Juni wegen zwei Vergewaltigungen zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Gegen das Urteil hat er Berufung eingelegt. Seit Mitte Juli verbüßt er seine Strafe im Hausarrest und trägt eine elektronische Fußfessel. Er ist Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung vor ihrer Hochzeit mit Haakon und gehört formell nicht dem Königshaus an.

Am Vorabend von Haralds Tod hatte Hoiby die Erlaubnis erhalten, den Monarchen im Krankenhaus zu besuchen. Er gehörte zu denjenigen die Haralds Sarg bei dessen Überführung in die Schlosskapelle trugen. Außerdem darf er an der für den 9. September geplanten Beisetzung von Harald V. teilnehmen.

Die Norweger können ab Dienstagnachmittag persönlich von Harald V. Abschied nehmen. Die Schlosskapelle ist ab 14.00 Uhr bis zum Vorabend der Beerdigung für Trauernde geöffnet, die dort langsam am dort aufgebahrten Sarg vorbeigehen können.

P.Munro--EWJ

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