English Woman's Journal - Badeverbote in Südwestfrankreich wegen Portugiesischer Galeeren

Badeverbote in Südwestfrankreich wegen Portugiesischer Galeeren


Badeverbote in Südwestfrankreich wegen Portugiesischer Galeeren
Badeverbote in Südwestfrankreich wegen Portugiesischer Galeeren / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Wegen angeschwemmter Portugiesischer Galeeren müssen an den südwestfranzösischen Küsten seit Tagen immer wieder Strandabschnitte gesperrt werden: Sämtliche Strände der Region Les Landes an der Atlantikküste seien betroffen, sagte Julien Lalanne von der Gewerkschaft der Strandbadbetreiber am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Er warnte davor, angesichts der giftigen Quallen in Panik zu verfallen: "Letzten Sommer sind sie plötzlich aufgetaucht und genauso plötzlich wieder verschwunden."

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Berührungen mit den meterlangen Tentakeln der Portugiesischen Galeere (Physalia physalis) könnten "sehr schmerzhaft sein und ernste Folgen haben", warnte die Präfektur des Départements Pyrénées-Atlantiques auf ihrer Facebook-Seite. Die Tiere sollten niemals angefasst werden,"selbst wenn sie tot sind".

Die ursprünglich aus tropischen Gewässern stammenden Portugiesischen Galeeren sind an ihrer blauen auf dem Wasser schwimmenden Blase zu erkennen. Durch Strömungen und Wind können sie in Richtung Land getrieben werden. Um Badende zu schützen, müssen Rettungsdienste dann die rote Flagge hissen. Entlang den französischen Küsten suchen die Rettungsdienste das Meer vorsorglich mit Käschern nach den Tieren ab und machen sich mit Jet-Skis auf die Suche nach im Wasser treibenden Bänken von Portugiesischen Galeeren.

Nach Angaben des Anti-Gift-Zentrums am Krankenhaus von Bordeaux löst Kontakt mit diesen Quallen in etwa acht bis zehn Prozent der Fälle schwere Komplikationen wie Muskellähmung oder Atemprobleme aus, die zum Ertrinken führen können. Viele weibliche Patienten beschrieben den durch das Nesselgift ausgelösten und bis zu zwei Stunden andauernden Schmerz als "schlimmer als eine Entbindung ohne Betäubung".

L.Paterson--EWJ

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