English Woman's Journal - Ukrainischer Oligarch bei mutmaßlichem Anschlag im Fürstentum Monaco verletzt

Ukrainischer Oligarch bei mutmaßlichem Anschlag im Fürstentum Monaco verletzt


Ukrainischer Oligarch bei mutmaßlichem Anschlag im Fürstentum Monaco verletzt
Ukrainischer Oligarch bei mutmaßlichem Anschlag im Fürstentum Monaco verletzt / Foto: Valery HACHE - AFP

Im Fürstentum Monaco ist mutmaßlich ein Anschlag verübt worden, bei dem der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajewund zwei weitere Menschen verletzt wurden. Wie die monegassischen Behörden mitteilten, erlitten durch die Explosion in einem Wohngebäude am Montagabend zwei Erwachsene lebensgefährliche Verletzungen; ein 13-Jähriger wurde leicht verletzt. Aus Kreisen der Ermittler erfuhr AFP, dass Jermolajew unter den Opfern war.

Textgröße ändern:

Der in Monaco lebende Multimillionär unterliegt seit Dezember 2023 Sanktionen aus Kiew. Medienberichten zufolge wurde Jermolajew von der ukrainischen Regierung sanktioniert, weil er ungeachtet der russischen Besatzung seinen Alkoholhandel auf der Halbinsel Krim fortführte.

Die Regierung des Fürstentums erklärte, die "starke Explosion"sei durch eine "Paketbombe" verursacht worden. "Ein Verdächtiger wurde von der Videoüberwachung aufgenommen, wie er in Richtung der Gemeinde Beausoleil in Frankreich floh", hieß es in der im Onlinedienst X veröffentlichten Erklärung. Aus dem Umfeld des französischen Innenministers Laurent Nuñez verlautete, es sei eine Fahndung eingeleitet worden.

Fürst Albert II. bezeichnete den Vorfall als "abscheuliches Verbrechen" und "Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft". Der Staatsminister und Regierungschef des Fürstentums, Christophe Mirmand, sagte, der Sprengsatz habe offenbar Schrauben und Schrot enthalten. "Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt wurde", sagte Mirmand.

Nun komme es darauf an, mit den Nachrichtendiensten zusammenzuarbeiten, "um das Umfeld der Opfer zu identifizieren" und um festzustellen, ob womöglich weitere Menschen bedroht sein könnten, sagte er. Dutzende Feuerwehrleute und Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und den Explosionsort zu sichern, der sich an einer Straße entlang der Grenze zu Frankreich befand.

Staatsanwalt Stéphane Thibault sagte, vor der Explosion habe ein Verdächtiger eine Tasche oder ein Paket in der Eingangshalle des Wohngebäudes deponiert. Für den Dienstag wurde eine Pressekonferenz Thibaults angesetzt.

Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich lediglich die drei Opfer im Gebäude. Die drei Verletzten wurden in Krankenhäuser ins 20 Kilometer entfernte Nizza gebracht. Der Bürgermeister von Nizza, Eric Ciotti, sprach auf X von einer "Tragödie" für Monaco.

D.W.Robertson--EWJ

Empfohlen

Herbstferien in zahlreichen Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus am Wochenende

Wegen der Herbstferien in zahlreichen Bundesländern rechnet der ADAC mit erhöhtem Staurisiko am kommenden Wochenende. In sechs Bundesländern enden die Herbstferien, während sie in Baden-Württemberg beginnen, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. In fünf weiteren Bundesländern beginnt am Wochenende die zweite Ferienwoche.

Tierschützer retten dutzende Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien

Naturschützer haben in den vergangenen Wochen dutzende Orang-Utans aus den Waldbrandgebieten in Indonesien in Sicherheit gebracht. Ein Team habe seit dem 6. August mehr als 50 der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen vor Rauch und Flammen gerettet, teilten die Naturschutzbehörde der indonesischen Provinz West-Kalimantan und die Umweltschutzorganisation YIARI am Sonntag mit.

Herbstverkehr: Wildwechsel, Nebel und nasses Laub erhöhen Unfallrisiko

Autofahrer müssen im Herbst besonders mit Wildwechsel, schlechter Sicht und rutschigen Straßen rechnen. 2024 meldeten Versicherer mehr als 276.000 Wildunfälle.

Betrunkener will 30 Kilogramm schwere Elefantenstatue aus Hotel in Mainz stehlen

Eine rund 30 Kilogramm schwere Elefantenstatue aus einem Hotel in Mainz hat es einem betrunkenen Mann offenbar angetan. Er versuchte, die Figur aus dem Hotelfoyer nahe des Hauptbahnhofs zu stehlen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Demnach wurde der Mann am Donnerstagabend dabei beobachtet, wie er die Dickhäuterfigur in Richtung Bahnhofsplatz zog.

Textgröße ändern: