English Woman's Journal - Buckelwal lebte nach Freilassung noch mehrere Tage - Todesursache weiter unklar

Buckelwal lebte nach Freilassung noch mehrere Tage - Todesursache weiter unklar


Buckelwal lebte nach Freilassung noch mehrere Tage - Todesursache weiter unklar
Buckelwal lebte nach Freilassung noch mehrere Tage - Todesursache weiter unklar / Foto: - - NEWS5/AFP/Archiv

Der unter dem Namen Timmy bekannt gewordene Buckelwal hat nach seiner Freilassung im Meer offenbar noch mindestens vier Tage gelebt. Wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Freitag in Schwerin sagte, verendete der Wal laut den Trackerdaten "zwischen dem 6. und 7. Mai", nachdem er am 2. Mai aus einem Lastkahn in die offene Nordsee bugsiert worden war.

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"Danach bricht das Signal ab", sagte Backhaus. Der Buckelwal sei anschließend "mehr oder weniger gedriftet". Der an der Rückenfinne angebrachte Tracker habe unter Wasser keine Daten mehr geliefert. Insgesamt habe der Wal nach seiner Freilassung noch 215 Kilometer zurückgelegt. Die genaue Todesursache sei weiterhin unklar.

Am 14. Mai war vor der dänischen Insel Anholt im Kategatt zwischen Dänemark und Schweden ein Walkadaver entdeckt worden. Kurz darauf bestätigten dänische und deutsche Behörden, dass es sich um Timmy handelte.

Der gut zwölf Meter lange Buckelwal war erstmals Anfang März im Hafen von Wismar gesichtet worden. Er irrte danach wochenlang vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete mehrfach vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Zuletzt lag er vor der Insel Poel.

Obwohl Experten das schwer angeschlagene und geschwächte Tier nach mehreren gescheiterten Hilfsversuchen schon aufgegeben hatten, duldete Backhaus Mitte April den Rettungsversuch einer Privatinitiative. Timmy wurde in einem Lastkahn aus der Ostsee gebracht und am 2. Mai im Kattegat ins offene Meer entlassen.

Den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern wurden nun von dem Tracker aufgezeichnete Bewegungsdaten zur Verfügung gestellt, die ausgewertet wurden. Weitere Daten unter anderem zu Wassertemperatur, Tauchtiefe, geschwommenem Radius, Geschwindigkeit und auch Untersuchungen zu den Organen sollen laut Backhaus in einigen Wochen oder Monaten übermittelt und wissenschaftlich ausgewertet werden.

Bei der Untersuchung des Kadavers in Dänemark Anfang Juni sei "nichts Ungewöhnliches" entdeckt worden - "weder am noch im Wal", sagte Backhaus. Es habe keine schwerwiegenden inneren oder äußeren Verletzungen gegeben, auch Reste eines Fischernetzes seien nicht gefunden worden.

Es gebe "nach heutigem Erkenntnisstand keine belastbaren Hinweise", dass der Transport oder die Freisetzung des Meeressäugers zu seinem Tod oder zur Gefährdung beigetragen hätten, sagte Backhaus. "Der Rettungsversuch war aus unserer Sicht rechtlich und fachlich vertretbar."

Aus dem Kadaver des Buckelwals soll Biokraftstoff hergestellt werden, aus dem restlichen Material soll nach Angaben der dänischen Behörden Fleisch- und Knochenmehl gemacht werden, das ebenfalls als Biokraftstoff genutzt werden kann, etwa bei der Zementherstellung.

F.McKenzie--EWJ

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