English Woman's Journal - Extreme Bedingungen: Artemis-Crew nach Mond-Umrundung vor Rückkehr zur Erde

Extreme Bedingungen: Artemis-Crew nach Mond-Umrundung vor Rückkehr zur Erde


Extreme Bedingungen: Artemis-Crew nach Mond-Umrundung vor Rückkehr zur Erde
Extreme Bedingungen: Artemis-Crew nach Mond-Umrundung vor Rückkehr zur Erde / Foto: NASA - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Den vier Artemis-Astronauten steht nach ihrem spektakulären Flug um den Mond die Rückkehr auf die Erde bevor - ein technisch und emotional heikler Moment. "Feiern können wir erst, wenn die Crew sicher auf dem Schiff ist", sagte am Freitag der stellvertretende Nasa-Administrator Amit Kshatriya. Die Raumfahrer sollten am Samstag um 02.07 Uhr MESZ im Pazifischen Ozean vor der kalifornischen Küste landen und per Schiff an Land gebracht werden.

Textgröße ändern:

Der Rückflug findet unter extremen Bedingungen statt: Die Raumkapsel erreicht nach Nasa-Berechnungen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40.000 Stundenkilometern (km/h), das entspricht dem mehr als 30-Fachen der Schallgeschwindigkeit. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wird das Orion-Raumschiff Temperaturen von etwa 2800 Grad Celsius ausgesetzt sein. Mehrere Minuten lang wird die Kommunikation zum Raumschiff komplett unterbrochen sein.

Bei einem Testflug hatte es Probleme mit dem Hitzeschild gegeben. Die Nasa veränderte daraufhin die Struktur des Hitzeschilds und entschied sich zudem für eine andere Route für den Wiedereintritt in die Atmosphäre. "Wir haben großes Vertrauen in das System", sagte Kshatriya. "Irrationale Ängste" könne er allerdings nicht ausschließen.

Um die Landung für die Astronauten sanfter zu machen, kommen elf verschiedene Fallschirme zum Einsatz. Sie bremsen die Orion-Kapsel nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre von 560 km/h auf 27 km/h ab, bevor sie nahe der kalifornischen Stadt San Diego im Pazifik landet. "Ohne die Fallschirme hätte die Besatzung keine sichere Möglichkeit, auf die Erde zurückzukehren", sagte der zuständige Systemmanager Jared Daum.

Die Bundesregierung wünschte der Crew "insbesondere bei der Rückkehr in die Erdatmosphäre viel Erfolg und eine gute Landung". Sie verwies darauf, dass bei der Mission deutsche und europäische Technik eine Rolle spielte. So stammten etwa wichtige Bauteile des Moduls, das für den Antrieb des Raumschiffs und die Versorgung der Astronauten mit Sauerstoff und Wasser sorgt, aus Deutschland, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. Die Endmontage sei in Bremen erfolgt. "Deutschland hat damit also tatsächlich einen ziemlich zentralen Beitrag zu dieser Mondmission beigesteuert."

Die US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen hatten ihre Mission am 1. April begonnen. In ihrem Verlauf waren sie weiter von der Erde entfernt als je ein Mensch zuvor. Zudem sammelten sie wertvolle wissenschaftliche Daten, um künftige bemannte Mondlandungen vorzubereiten.

Die Angehörigen der Raumfahrer fieberten der Landung entgegen. Es sei "eine sehr emotionale Woche" gewesen, sagte Catherine Hansen, die Ehefrau von Astronaut Jeremy Hansen. "Es gab viel Glück und Aufregung, viel Freude", sagte sie, aber auch "etwas Angst und das große Bedürfnis, ihn sicher nach Hause zu bringen".

Missionskommandant Wiseman wünschte sich zum Abschluss der ersten bemannten Mondmission seit mehr als 50 Jahren, dass es den Astronauten "vielleicht für einen Moment gelingen könnte, die Welt innehalten zu lassen – und sie daran zu erinnern, dass dies ein wunderschöner Planet an einem ganz besonderen Ort in unserem Universum ist". Er fügte hinzu: "Wir sollten alle das wertschätzen, was uns geschenkt wurde."

Für das Jahr 2028 strebt die Nasa erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder eine bemannte Mondlandung an. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 mit Apollo 17 auf dem Mond gelandet.

L.Scott--EWJ

Empfohlen

Herbstferien in zahlreichen Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus am Wochenende

Wegen der Herbstferien in zahlreichen Bundesländern rechnet der ADAC mit erhöhtem Staurisiko am kommenden Wochenende. In sechs Bundesländern enden die Herbstferien, während sie in Baden-Württemberg beginnen, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. In fünf weiteren Bundesländern beginnt am Wochenende die zweite Ferienwoche.

Tierschützer retten dutzende Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien

Naturschützer haben in den vergangenen Wochen dutzende Orang-Utans aus den Waldbrandgebieten in Indonesien in Sicherheit gebracht. Ein Team habe seit dem 6. August mehr als 50 der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen vor Rauch und Flammen gerettet, teilten die Naturschutzbehörde der indonesischen Provinz West-Kalimantan und die Umweltschutzorganisation YIARI am Sonntag mit.

Herbstverkehr: Wildwechsel, Nebel und nasses Laub erhöhen Unfallrisiko

Autofahrer müssen im Herbst besonders mit Wildwechsel, schlechter Sicht und rutschigen Straßen rechnen. 2024 meldeten Versicherer mehr als 276.000 Wildunfälle.

Betrunkener will 30 Kilogramm schwere Elefantenstatue aus Hotel in Mainz stehlen

Eine rund 30 Kilogramm schwere Elefantenstatue aus einem Hotel in Mainz hat es einem betrunkenen Mann offenbar angetan. Er versuchte, die Figur aus dem Hotelfoyer nahe des Hauptbahnhofs zu stehlen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Demnach wurde der Mann am Donnerstagabend dabei beobachtet, wie er die Dickhäuterfigur in Richtung Bahnhofsplatz zog.

Textgröße ändern: