English Woman's Journal - Gestrandeter Wal in Lübecker Bucht: Weitere Rettungsaktion geplant

Gestrandeter Wal in Lübecker Bucht: Weitere Rettungsaktion geplant


Gestrandeter Wal in Lübecker Bucht: Weitere Rettungsaktion geplant
Gestrandeter Wal in Lübecker Bucht: Weitere Rettungsaktion geplant / Foto: Handout - Polish Maritime Search and Rescue Service/AFP/Archiv

Zur Befreiung eines an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals haben Helfer eine weitere Rettungsaktion geplant. Es werde geprüft, ob der Untergrund vertieft werden könne, damit der Wal sich freischwimmen könne, sagte die Direktorin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), Ursula Siebert, am Dienstag in Hannover der Nachrichtenagentur AFP. Dafür würden die technischen Möglichkeiten geprüft.

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Das Tier war in der Nacht zum Montag erstmals auf einer Sandbank in der Lübecker Buch bei Niendorf gesichtet worden. Mehrere Rettungsaktionen scheiterten seitdem. So wurden unter anderem mit Booten Wellen erzeugt, um dem Wal bei der Rückkehr in tieferes Wasser zu helfen. Immerhin konnte er von Teilen eines Netzes befreit werden, das um seinen Körper gewickelt war.

Nach Angaben der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Wals sichtlich. Auf dem Tier sei deutlicher Bewuchs als Folge einer Hautkrankheit zu sehen, sagte Sea-Shepherd-Mitglied Carsten Manheimer AFP. Die Krankheit sei vermutlich eine Folge des zu niedrigen Salzgehalts der Ostsee.

Ins tiefere Wasser gezogen werden könne der Wal nicht, erklärte Manheimer. Das Tier sei bereits geschwächt und habe womöglich zu wenige Muskeln, um gegenzuhalten. Eine solche Aktion würde dem Wal daher unter Umständen mehr schaden als nutzen, betonte der Meeresschützer.

ITAW-Direktorin Siebert schätzte die Situation etwas positiver ein. Immerhin sei der Wal noch so agil, dass noch ein weiterer Rettungsversuch geplant werde, sagte sie. Wie die Aktion konkret aussehen solle, sei noch unklar, sagte Siebert. Denkbar sei etwa, Sand und Sedimente mit einem Baggerschiff abzutragen.

Die Polizei sorgte unterdessen weiterhin in Kooperation mit der Kommune dafür, dass der Wal nicht von Schaulustigen gestört wurde. Am Strand wurden dafür Bauzäune aufgestellt, auf dem Wasser patrouillierten Boote.

Möglicherweise handelt es sich bei dem gestrandeten Tier um denselben Wal, der sich vor rund zwei Wochen vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns bei Steinbeck in einem Fischernetz verfangen hatte. Eine Woche zuvor war im Hafen von Wismar ebenfalls ein Wal gesichtet worden.

T.Wright--EWJ

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