English Woman's Journal - Polizei: Britischer Ex-Prinz Andrew wieder auf freiem Fuß

Polizei: Britischer Ex-Prinz Andrew wieder auf freiem Fuß


Polizei: Britischer Ex-Prinz Andrew wieder auf freiem Fuß
Polizei: Britischer Ex-Prinz Andrew wieder auf freiem Fuß / Foto: Daniel LEAL - AFP

Nach seiner Festnahme am Morgen im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal ist der frühere britische Prinz Andrew wieder auf freiem Fuß. Andrew sei "unter Auflagen freigelassen" worden, erklärte die Polizei am Donnerstagabend. Die Durchsuchungen in Andrews Wohnsitz Sandringham im ostenglischen Norfolk seien abgeschlossen worden, hieß es weiter. Die laut Medienberichten erfolgte Durchsuchung in Andrews früherer Residenz in Windsor dürfte demzufolge andauern.

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Zuvor hatten britische Medien berichtet, dass Andrew die Polizeiwache wieder verlassen habe. Der Sender BBC und britische Zeitungen zeigten eine Aufnahme von dem 66-Jährigen, wie er nach Einbruch der Dunkelheit zusammengesunken auf dem Rücksitz eines Autos saß. Nach Polizeiangaben dauern die Ermittlungen gegen Andrew an.

Der Bruder von König Charles III. hatte wegen seiner Verwicklung in den Fall um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bereits den Prinzen-Titel abgeben müssen. Seine Festnahme am Donnerstag an seinem 66. Geburtstag stürzte das britische Königshaus in eine in seiner jüngeren Geschichte beispiellose Krise.

Andrew Mountbatten-Windsor wird im Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unter anderem "Fehlverhalten in Ausübung offizieller Funktionen" vorgeworfen.

Bei den Ermittlungen geht es um Hinweise, dass Andrew in seiner Zeit als britischer Handelsgesandter möglicherweise vertrauliche Berichte an Epstein weitergab. In einer in den Epstein-Akten enthaltenen E-Mail vom November 2010 hatte Andrew dem US-Investor offenbar nach einer dienstlichen Asien-Reise Berichte über mehrere von ihm besuchte Länder übermittelt.

Laut einem BBC-Bericht gab Andrew Epstein zudem Hinweise zu möglichen Investitionsobjekten, die er auf seiner Reise gesammelt hatte. Er sei bei der Reise auch von Epstein-Geschäftspartnern begleitet worden. Andrew war von 2001 bis 2011 als britischer Handelsgesandter in der Welt unterwegs.

Handelsgesandte sind laut offiziellen Richtlinien zur Verschwiegenheit über im Zusammenhang mit ihren Reisen erlangte Informationen verpflichtet. Bei Fehlverhalten im öffentlichen Amt droht in Großbritannien nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis zu lebenslange Haft.

F.Stewart--EWJ

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