English Woman's Journal - Zählung der Wintervögel: Weniger Spatzen und Amseln - mehr Kernbeißer

Zählung der Wintervögel: Weniger Spatzen und Amseln - mehr Kernbeißer


Zählung der Wintervögel: Weniger Spatzen und Amseln - mehr Kernbeißer
Zählung der Wintervögel: Weniger Spatzen und Amseln - mehr Kernbeißer / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Amseln und Spatzen sind in diesem Winter in Parks und Gärten weniger häufig zu sehen als im vergangenen Jahr. Vor allem Amseln wurden bei der alljährlichen Zählung der Wintervögel seltener gesichtet, die Zählung ergab ein Minus von 18 Prozent, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Montag in Berlin mitteilte.

Textgröße ändern:

Als mögliche Ursache nannte Nabu-Vogelschutz-Experte Martin Rümmler Virusinfektionen. "Im vergangenen Sommer wurden uns viele kranke und tote Amseln gemeldet, die im Verdacht standen mit dem Usutu-Virus infiziert gewesen zu sein", erklärte Rümmler. Dies könne dazu geführt haben, dass zur aktuellen Vogelzählung weniger Amseln zu sehen waren.

Auch Haussperling und Feldsperling machen sich in diesem Winter etwas rarer. Selbst der Haussperling kämpft trotz seines ersten Rangs auf der Liste der häufigsten Wintervögel zunehmend mit den Konsequenzen städtebaulicher Maßnahmen. Als Gebäudebrüter ist er auf Nischen und Spalten angewiesen, die bei Sanierungen oft geschlossen werden.

Kohlmeisen und Blaumeisen, die ebenfalls zu den häufigsten Gästen an den Futterstellen gehören, wurden seltener gesichtet, was auch an den bisher milden Wintertemperaturen liegt. Bei ausreichend Nahrung und wenig Kälte bleiben diese Arten öfter auch den Gärten und Futterstellen fern.

Dafür tauchten Kernbeißer doppelt so häufig auf wie 2024 und Bergfinken sogar mehr als dreimal so häufig wie im vergangenen Jahr. Beide Arten ziehen im Winter auf der Suche nach Samen und Früchten in größeren Trupps umher.

Der Nabu ruft jedes Jahr gemeinsam mit dem bayerischen Landesbund für Natur- und Vogelschutz (LBV) zur Zählung der Wintervögel auf. Eine Stunde lang sollen die verschiedenen Vogelarten vor dem Fenster, am Futterhäuschen, im Garten oder im Park gezählt und dann gemeldet werden.

In diesem Jahr beteiligten sich demnach deutschlandweit fast 122.000 Menschen und damit etwas weniger als im vergangenen Jahr. Die "Stunde der Wintervögel" soll Aufschluss über den Zustand der heimischen Vogelwelt in Siedlungen geben.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

US Schauspielerin Christina Applegate erhielt falsche MS-Diagnose

US-Schauspielerin Christina Applegate hat nach eigenen Angaben vor fünf Jahren fälschlicherweise die Diagnose bekommen, an Multipler Sklerose (MS) erkrankt zu sein. Es sei aber nicht so, dass sie sich nun besser fühle, weil sie von der Fehldiagnose wisse, sagte Applegate am Dienstag in der jüngsten Ausgabe ihres Podcasts "Messy". Sie leide weiter an starken Beeinträchtigungen und stehe jetzt wieder ganz am Anfang.

Prinz Harry will "Schlussstrich" unter Streit mit seiner Familie ziehen

Prinz Harry will nach seiner Rückkehr nach Großbritannien einen Schlussstrich unter den Streit mit dem Königshaus ziehen und sich unter anderem mit seinem Bruder William versöhnen. "Es wurden einige Schlachten geschlagen, und das war auch notwendig", sagte der Sohn von König Charles III. in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin "GQ". "Aber hoffentlich können wir alle einen Schlussstrich darunter ziehen."

Herbstferien in zahlreichen Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus am Wochenende

Wegen der Herbstferien in zahlreichen Bundesländern rechnet der ADAC mit erhöhtem Staurisiko am kommenden Wochenende. In sechs Bundesländern enden die Herbstferien, während sie in Baden-Württemberg beginnen, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. In fünf weiteren Bundesländern beginnt am Wochenende die zweite Ferienwoche.

Tierschützer retten dutzende Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien

Naturschützer haben in den vergangenen Wochen dutzende Orang-Utans aus den Waldbrandgebieten in Indonesien in Sicherheit gebracht. Ein Team habe seit dem 6. August mehr als 50 der vom Aussterben bedrohten Menschenaffen vor Rauch und Flammen gerettet, teilten die Naturschutzbehörde der indonesischen Provinz West-Kalimantan und die Umweltschutzorganisation YIARI am Sonntag mit.

Textgröße ändern: