English Woman's Journal - Bewährungsstrafe für belgischen Künstler Jan Fabre in Missbrauchsprozess

Bewährungsstrafe für belgischen Künstler Jan Fabre in Missbrauchsprozess


Bewährungsstrafe für belgischen Künstler Jan Fabre in Missbrauchsprozess
Bewährungsstrafe für belgischen Künstler Jan Fabre in Missbrauchsprozess / Foto: LOUISA GOULIAMAKI - AFP/Archiv

Der belgische Künstler Jan Fabre ist in einem Missbrauchsprozess zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Strafgericht in Antwerpen sprach den 63-jährigen Choreographen und Bildhauer am Freitag der sexuellen Belästigung und Gewalt gegen frühere Mitglieder seiner Tanzkompanie schuldig. Fabre hatte die Vorwürfe bestritten.

Textgröße ändern:

Das Gericht blieb hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach drei Jahren Haft zurück. Ein Teil der Taten sei verjährt, hieß es zur Begründung. Dies betreffe die Vorwürfe von sechs der zwölf mutmaßlichen Opfer. An der Urteilsverkündung nahm Fabre nicht teil.

"Wir sind zufrieden mit dem Urteil", sagte die Opfer-Anwältin An-Sofie Raes. Im Zuge der #MeToo-Debatte über sexualisierte Gewalt gegen Frauen hatten sich 2018 frühere Mitglieder von Fabres Antwerpener Tanzkompanie Troubleyn über jahrelange Erniedrigungen und sexuelle Belästigung beschwert. Der Choreograph habe sich wie ein Tyrann aufgeführt, sagten die Tänzerinnen in dem Prozess aus.

Fabre hatte sich in den 80er Jahren einen Namen als Avantgarde-Künstler gemacht. Er stellte seine Werke unter anderem auf der Biennale in Venedig und der Documenta in Kassel aus.

S.Smith--EWJ

Empfohlen

USA verhängen nach Nobelpreis für frühere IStGH-Richterin Sanktionen gegen Haager Tribunal

Nur wenige Stunden nach der Verkündung des Friedensnobelpreises für die frühere IStGH-Richterin Navi Pillay haben die USA am Freitag neue Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) verhängt. Das Haager Tribunal verurteilte das US-Vorgehen und nannte die Sanktionen einen "Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit und auf die Grundlagen der internationalen Rechtsordnung". Deutschland, mehrere weitere westliche Länder und die EU stellten sich hinter das Gericht.

Nach Nobelpreis für frühere IStGH-Richterin: USA verschärfen Sanktionen gegen Haager Tribunal

Nach der Verkündung des Friedensnobelpreises für die frühere IStGH-Richterin Navi Pillay verschärfen die USA ihre Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Freitag, die USA würden "sämtliche Geschäfte mit diesem Schurkengericht verbieten, seine Ressourcen beschneiden und seine Handlungsfähigkeit entscheidend schwächen". Präsident Donald Trump werde es dem Gericht "niemals erlauben, Amerikaner zu verfolgen", betonte Rubio. Unter anderem frieren die USA Vermögenswerte des Gerichts ein.

Sturz bei Diensttermin: Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul bricht sich Hüfte

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich die Hüfte gebrochen. Reul stolperte bei einem dienstlichen Termin im Polizeipräsidium in Wuppertal über eine schmale Treppenstufe und stürzte, wie es am Freitag aus dem Innenministerium in Düsseldorf hieß. Er befinde sich in ärztlicher Behandlung.

Gedenken an Anschlag in Halle: Studenten versperren AfD-Politiker Tillschneider Weg

Am Jahrestag des antisemitischen Anschlags auf die Synagoge in Halle in Sachsen-Anhalt haben mehrere Studenten dem neuen AfD-Landtagsvizepräsidenten Hans-Thomas Tillschneider den Zugang zum Gedenken in dem jüdischen Gotteshaus versperrt. Wie ein Sprecher der Polizei in Halle sagte, bildeten 13 Mitglieder einer Studentenverbindung am Freitag eine Art Menschenkette vor der Synagoge und machten ihm deutlich, dass er unerwünscht sei. Tillschneider habe daraufhin auf eine Teilnahme verzichtet und sei gegangen.

Textgröße ändern: