English Woman's Journal - Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hessen: Straßen gesperrt und Kinder gestrandet

Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hessen: Straßen gesperrt und Kinder gestrandet


Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hessen: Straßen gesperrt und Kinder gestrandet
Wintereinbruch sorgt für Chaos in Hessen: Straßen gesperrt und Kinder gestrandet / Foto: Christof STACHE - AFP

Ein erster Wintereinbruch in Westdeutschland hat vor allem in Hessen am Montag und Dienstag zu schweren Beeinträchtigungen geführt. Unter anderem war nach Angaben von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst der gesamte Rheingau-Taunus-Kreis nahe Wiesbaden von starkem Schneefall und Wind betroffen. Bäume stürzten wegen der Schneelast um, zahlreiche Straßen waren gesperrt.

Textgröße ändern:

Die Polizei im Rheingau-Taunus-Kreis berichtete von zwischenzeitlich rund hundert eingeschlossenen Fahrzeugen. Zwischen Kiedrich und Schlangenbad-Hausen auf einer Straße vom Rheintal auf einen Höhenzug wurden 30 Fahrzeuge durch die Feuerwehr befreit.

In der Nähe wurden bei Eltville hundert Menschen wegen umstürzender Bäume aus ihren Autos geholt und bei einer Firma untergebracht. In der Kreisstadt Bad Schwalbach saßen etwa 30 Schüler in einer Schule fest. In der Gemeinde Schlangenbad fiel zudem dem Strom aus.

Auch andere Landkreisen in der Region um Wiesbaden und Frankfurt am Main waren betroffen. Im Main-Taunus-Kreis waren nach Angaben der Polizei etliche Bundes- und Landesstraßen aufgrund der Witterungsverhältnisse und umstürzender Bäume gesperrt, darunter etwa rund um Hofheim und Kelkheim.

Auch der Bahnverkehr in dem Bereich war beeinträchtigt, so verkehrte die Hessische Landesbahn zwischen Kelkheim und Königstein am Dienstag nicht. In einigen Ortsteilen Hofheims fiel laut Polizei zeitweise der Strom aus.

In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden zählte die Feuerwehr nach eigenen Angaben vom Dienstag mehr als 200 witterungsbedingt Einsatzstellen insbesondere wegen umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste, die Straßen blockierten. Eine wegen der Wetterlage in Wiesbaden gestrandete Gruppe von 55 Kindern und Betreuern wurde laut Feuerwehr für die Nacht in einer Schule im Stadtteil Naurod untergebracht und von Einsatzkräften betreut.

Im Rheingau-Taunus-Kreis waren seit Montag mehr als 350 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz an über 130 Einsatzstellen tätig. Der Kreis richtete einen Führungsstab ein. Die Leitstelle wurde aufgrund der vielen Notrufe personal deutlich verstärkt, wie die Behörden mitteilten.

Bis Dienstagmorgen war keine Besserung in Sicht. Die Straßen zwischen Wiesbaden und Untertaunus sowie Rheingau und Untertaunus blieben vorerst gesperrt, weil hier weiterhin Bäume umstürzten. Die Behörden richteten einen "dringenden Appell" an die Bewohner, am Dienstag möglichst zu Hause zu bleiben. Die meisten Schulen im Rheingau-Taunus-Kreis ordneten für Dienstag Distanzunterricht an. Viele Straßen blieben weiterhin gesperrt.

Für Probleme sorgte der Wintereinbruch mit Schnee und Eis auch in anderen Gegenden, etwa in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz und im Saarland, aber auch im Osten Deutschlands. Im baden-württembergischen Heiligkreuzsteinach und einigen Nachbarorten fiel nach Angaben der Polizei in der Nacht zu Dienstag ebenfalls der Strom aus, weil ein Baum unter der Schneelast umkippte und in eine Leitung fiel.

Vielerorts wurden auch Verkehrsunfälle auf glatten Straßen gemeldet. Im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg starb ein 71-Jähriger bei einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge auf schneeglatter Fahrbahn. Bei Koblenz in Rheinland-Pfalz geriet eine 54-jährige Autofahrerin auf glatter Straße in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Sie wurde so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort starb.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts gab es in Deutschland auch am Dienstag gebietsweise weiter Schnee und vielerorts glatte Straßen. Im Laufe des Tages sollte es vor allem im Süden und Südosten noch weiter schneien. In der Nacht zum Mittwoch wurden Schneefälle im Nordseeumfeld und im gesamten Norden und Nordwesten erwartet. In Teilen Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens sollten binnen Stunden örtliche bis zu 15 Zentimeter fallen.

L.Ross--EWJ

Empfohlen

Bedroht durch trockengelegte Auen: Gelbe Wiesenraute ist Blume des Jahres 2027

Die Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum) ist die Blume des Jahres 2027. Das gab die Loki Schmidt Stiftung am Donnerstag in Hamburg bekannt. Sie vergibt die Auszeichnung seit 1980. Die Gelbe Wiesenraute werde auf der sogenannten Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands geführt und stehe damit stellvertretend für eine Natur, die dringend Schutz brauche, hieß es von der Stiftung.

US Schauspielerin Christina Applegate erhielt falsche MS-Diagnose

US-Schauspielerin Christina Applegate hat nach eigenen Angaben vor fünf Jahren fälschlicherweise die Diagnose bekommen, an Multipler Sklerose (MS) erkrankt zu sein. Es sei aber nicht so, dass sie sich nun besser fühle, weil sie von der Fehldiagnose wisse, sagte Applegate am Dienstag in der jüngsten Ausgabe ihres Podcasts "Messy". Sie leide weiter an starken Beeinträchtigungen und stehe jetzt wieder ganz am Anfang.

Prinz Harry will "Schlussstrich" unter Streit mit seiner Familie ziehen

Prinz Harry will nach seiner Rückkehr nach Großbritannien einen Schlussstrich unter den Streit mit dem Königshaus ziehen und sich unter anderem mit seinem Bruder William versöhnen. "Es wurden einige Schlachten geschlagen, und das war auch notwendig", sagte der Sohn von König Charles III. in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Magazin "GQ". "Aber hoffentlich können wir alle einen Schlussstrich darunter ziehen."

Herbstferien in zahlreichen Bundesländern: ADAC rechnet mit Staus am Wochenende

Wegen der Herbstferien in zahlreichen Bundesländern rechnet der ADAC mit erhöhtem Staurisiko am kommenden Wochenende. In sechs Bundesländern enden die Herbstferien, während sie in Baden-Württemberg beginnen, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. In fünf weiteren Bundesländern beginnt am Wochenende die zweite Ferienwoche.

Textgröße ändern: