English Woman's Journal - Islands Blaue Lagune wegen anhaltender Erderschütterungen vorerst geschlossen

Islands Blaue Lagune wegen anhaltender Erderschütterungen vorerst geschlossen


Islands Blaue Lagune wegen anhaltender Erderschütterungen vorerst geschlossen
Islands Blaue Lagune wegen anhaltender Erderschütterungen vorerst geschlossen / Foto: OLIVIER MORIN - AFP/Archiv

In Island ist die Touristenattraktion Blaue Lagune aus Angst vor einem bevorstehenden Vulkanausbruch vorerst geschlossen worden. Bei der zunächst einwöchigen Schließung des natürlich entstandenen Thermalfreibads handele es sich um eine "proaktive Entscheidung" angesichts zahlreicher kleiner Erderschütterungen in jüngster Zeit, teilte der Betreiber am Donnerstag auf seiner Website mit.

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In der Nacht zuvor waren einige Gäste der an die Blaue Lagune grenzenden Hotels verängstigt abgereist. Wie die Zeitung "Vikurfrettir" berichtete, ließen sich mindestens 40 Hotelgäste von Taxis abholen.

Auf der Reykjanes-Halbinsel im Südwesten Islands, auf der sich die Lagune mit ihrem türkisblauen, dampfenden warmen Wasser befindet, hatte in den vergangenen Wochen wiederholt die Erde leicht gebebt. Die isländische Meteorologiebehörde (IMO) registrierte seit Ende Oktober etwa 23.000 kleine Erdbeben. Es sei "wahrscheinlich, dass die seismischen Aktivitäten anhalten", hieß es.

Außerdem stellte die Behörde in etwa fünf Kilometern Tiefe eine unterirdische Ansammlung von Magma in dem Gebiet fest. Wenn diese anfange, sich an die Oberfläche zu bewegen, könne dies einen Vulkanausbruch bedeuten. Darauf gebe es zwar derzeit "keine klaren Anzeichen", die Lage könne sich aber "in kurzer Zeit ändern".

In den Jahren 2020 und 2022 waren vier ähnliche seismische Ereignisse in dem Gebiet registriert worden, ohne dass sie einen Vulkanausbruch auslösten. Seit 2021 gab es insgesamt drei Vulkanausbrüche auf der Reykjanes-Halbinsel: im März 2021, im August 2022 und im Juli 2023. Sie ereigneten sich aber alle weit weg von besiedelten Gebieten und Straßen und Brücken.

Island liegt auf dem sogenannten Mittelatlantischen Rücken und ist deshalb sehr erdbebengefährdet. Dabei handelt es sich um Verwerfungen auf dem Meeresboden, die die Eurasische von der Nordamerikanischen Erdplatte trennen.

P.Munro--EWJ

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