English Woman's Journal - Bär tötet Schafe im bayerischen Landkreis Rosenheim

Bär tötet Schafe im bayerischen Landkreis Rosenheim


Bär tötet Schafe im bayerischen Landkreis Rosenheim
Bär tötet Schafe im bayerischen Landkreis Rosenheim / Foto: Olivier MORIN - AFP/Archiv

Ein Bär hat nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt Schafe im Landkreis Rosenheim getötet. In der Grenzregion zu Österreich wurden demnach am Mittwoch auf einer Weide zwei tote und ein verletztes Schaf aufgefunden, das aufgrund seiner Verletzungen getötet werden musste. Anhand der äußeren Verletzungen der Tiere und aufgefundener Trittspuren "kann dieser Vorfall einem Bären zugeordnet werden", teilte das Landesamt mit.

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Nach dem Auffinden der toten Tiere begutachtete den Angaben zufolge ein Mitglied des Netzwerks Große Beutegreifer die Situation vor Ort und nahm genetische Proben. "Anhand der Erstdokumentation der äußeren Verletzungen der Tiere und vor Ort aufgefundener Trittsiegel kann dieser Vorfall einem Bären zugeordnet werden." Weitergehende Erkenntnisse werden aus der Analyse der genetischen Spuren erwartet.

Eine Sichtung des Bären oder eine direkte Begegnung zwischen Mensch und Bär gab es demnach nicht. Das Landesamt steht nach eigenen Angaben mit den Sicherheitsbehörden vor Ort in Kontakt. "Der Bär verhält sich nach den bisherigen Erkenntnissen dem Menschen gegenüber scheu." Nutztierhalter im Grenzgebiet des Landkreises zu Österreich sind demnach aufgefordert, ihre Tiere möglichst nachts in Ställe zu bringen sowie Herdenschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Im Netzwerk Große Beutegreifer (Luchs, Wolf, Bär) arbeiten überwiegend ehrenamtliche Helfer an der fachgerechten Dokumentation von Hinweisen wie Spuren oder Wild- und Nutztierrisse.

Bereits am Montagabend hatte das Bayerische Landesamt für Umwelt mitgeteilt, dass in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim vergangenes Wochenende nahe der Grenze zu Österreich Pfotenabdrücke eines Braunbären im Schnee entdeckt worden waren.

Den bislang letzten bestätigten Hinweis auf einen Braunbären in Bayern hatte es der Behörde zufolge im vergangenen Sommer gegeben. Im Gebiet zwischen Reutte im österreichischen Bundesland Tirol und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie Bad Tölz und Wolfratshausen wurden demnach mehrere Hinweise auf einen Braunbären bestätigt.

Die von Bayern aus nächste Bärenpopulation lebt laut dem Landesamt für Umwelt im italienischen Trentino, etwa 120 Kilometer von Bayern entfernt. Dort hatte kürzlich ein Bär einen Jogger getötet. Junge Männchen streiften auf der Suche nach einem Weibchen zum Teil sehr weit umher, betonte das Landesamt.

F.Stewart--EWJ

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