English Woman's Journal - Klimaphänomen El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus

Klimaphänomen El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus


Klimaphänomen El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus
Klimaphänomen El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus / Foto: MARTIN BERNETTI - AFP/Archiv

Wegen der durch das Klimaphänomen El Niño verursachten Trockenheit haben nach Honduras auch Panama und El Salvador Dürre-Alarm ausgerufen. In Panama, wo wegen der Trockenheit bereits eine Einschränkung des Schiffsverkehrs auf dem wirtschaftlich bedeutenden Panamakanal angekündigt wurde, sagte Innenministerin Dinoska Montalvo am Dienstag (Ortszeit), die Behörden müssten auf alles vorbereitet sein, was im Zusammenhang mit El Niño noch "kommen könnte".

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Der Zivilschutz in El Salvador erklärte im Onlinedienst X, der Dürre-Alarm ermögliche der Regierung, Überwachungs-, Kontroll- und Hilfsmaßnahmen für betroffene Gemeinden umzusetzen. Die Alarmstufe Rot betreffe das gesamte Staatsgebiet.

In dem mittelamerikanischen Land wurden nach Behördenangaben im August etliche Temperaturrekorde übertroffen. Wegen mangelnden Niederschlags herrscht in El Salvador vielerorts Niedrigwasser, was wiederum den Landwirten zu schaffen macht. Der salvadorianische Bauernverband rechnet damit, dass die erste Ernte von Grundnahrungsgetreide etwa 20 Prozent geringer ausfallen wird als normalerweise. Das Landwirtschaftsministerium sagte bereits Unterstützung für von der Trockenheit stark betroffene Bauern zu.

Honduras hatte wegen der Trockenheit bereits vergangene Woche für 80 Prozent seines Staatsgebiets Dürre-Alarm ausgerufen. Im Süden und Westen des mittelamerikanischen Landes sorgte die Trockenheit für Verluste bei der Mais- und Bohnenernte.

Der Wassermangel betrifft auch den weltwirtschaftlich bedeutenden Panamakanal. Vergangene Woche hatte die Kanalbehörde angekündigt, wegen des Niedrigwassers in dem Kanal zwischen Pazifik und Atlantik müsse der Schiffsverkehr ab dem 3. September von 36 auf 34 Durchfahrten verringert werden. Ab Mitte September dürfen demnach nur noch 32 Schiffe pro Tag durch den 80 Kilometer langen Kanal fahren, der üblicherweise für etwa fünf Prozent des weltweiten Schiffshandelsverkehrs genutzt wird.

Im südamerikanischen Peru war vergangene Woche für ein Drittel der Städte wegen Hitze und Trockenheit im Zusammenhang mit El Niño der Notstand ausgerufen worden. Auch hier wird mit Ernteverlusten gerechnet.

Zusätzlich zur fortschreitenden Erderwärmung verstärkt El Niño Probleme wie Dürren. Bei dem natürlich auftretenden Klimaphänomen erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe des Äquators, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt das Phänomen El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an. Der aktuelle El Niño scheint besonders ausgeprägt zu sein.

In Kombination drohen der menschengemachte Klimawandel und El Niño Experten zufolge 2027 zum weltweit heißesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen zu machen. Dieses Jahr wurde von Mexiko im Norden bis Brasilien im Süden bereits der heißeste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen registriert. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Daten des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus waren von dieser Rekord-Hitze etwa 110 Millionen Menschen betroffen.

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hatte kürzlich die Einschätzung abgegeben, dass Zentralamerika am schwersten von durch den gegenwärtigen El Niño verstärktem Hunger betroffen sein wird. UN-Generalsekretär António Guterres erklärte im Juli, El Niño gieße Öl ins Feuer bei einem Planeten, "der schon in Flammen steht".

L.MacDonald--EWJ

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