English Woman's Journal - Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets

Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets


Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets
Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets / Foto: JOHN THYS - AFP

Trotz einer Verbesserung der Lage im Waldbrandgebiet im Osten Belgiens warnen die örtlichen Behörden eindringlich vor dem Betreten des Naturschutzgebiets Hohes Venn. Ein Aufenthalt in den betroffenen Gebieten sei "nach wie vor gefährlich", teilten die zuständigen Behörden der Provinz Lüttich am Freitag mit. So könnten Brandherde im Boden erneut aufflammen, Bäume und Äste herabstürzen und weiter gesundheitsschädliche Rauchgase auftreten.

Textgröße ändern:

Den Angaben zufolge waren auch in der Nacht zu Freitag noch rund 100 Feuerwehrleute, Zivilschutzmitarbeiter sowie Polizisten im Einsatz. Wiederholt mussten Brandherde im Norden und Osten des Gebiets gelöscht werden. Eine mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne hilft den Einsatzkräften dabei, Glutnester zu entdecken.

Die Lage entwickle sich "weiterhin positiv", erklärten die Behörden. Die Arbeit vor Ort sei aber "noch nicht abgeschlossen". Sollte das Wetter es zulassen, soll auch am Freitag aus der Luft gelöscht werden.

Am Donnerstag hatten die Behörden verkündet, dass der Brand "vollumfänglich" unter Kontrolle sei. Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn vernichtete seit Freitag vergangener Woche rund 3000 Hektar Vegetation. Es ist der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911, als es im selben Gebiet während einer ähnlichen Trockenperiode wie in diesem Jahr zu verheerenden Bränden gekommen war.

Nach Angaben der belgischen Behörden kann es Wochen oder gar Monate dauern, bis in dem Naturschutzgebiet endgültig Entwarnung gegeben werden kann. In Torfmooren wie dem Hohen Venn können Brände noch lange unterirdisch weiter schwelen, auch wenn an der Oberfläche keine Flammen mehr zu sehen sind.

Belgien leidet in diesem Sommer wie große Teile Europas unter Hitze und Trockenheit. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere und intensivere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Prinz Harry zieht sich aus afrikanischer Naturschutzorganisation zurück

Nach dem Bekanntwerden von Menschenrechtsverletzungen durch Mitarbeiter zieht sich der britische Prinz Harry aus dem Vorstand der afrikanischen Naturschutzorganisation African Parks zurück. Die Organisation und Harry seien "einvernehmlich zu dem Schluss gekommen, dass nach zehn Jahren der richtige Zeitpunkt für ihn gekommen ist, den Posten im Rahmen einer routinemäßigen Erneuerung der Führung abzugeben", teilte sein Sprecher am Montag mit.

Während Urlaubs von Bewohnerin: Fledermäuse nisten sich in Bayern in Wohnung ein

Ein gekipptes Fenster und den längeren Urlaub der Bewohnerin haben Fledermäuse ausgenutzt, um sich im bayerischen Günzburg in einer Wohnung einzunisten. Die Frau habe bei der Rückkehr von ihrer Reise am Sonntag etwa 30 Fledermäuse in der Wohnung entdeckt, teilte die Polizei in Kempten am Montag mit. Darunter seien auch frisch geborene Fledermäuse gewesen.

Fangverbot für Hering: EU will Ausnahme für Ostsee-Küstenfischer aufheben

Deutsche Küstenfischer sollen nach einem Vorschlag der EU-Kommission im kommenden Jahr keinen Hering in der Ostsee fischen dürfen. Die Bestandsgröße des Herings in der westlichen Ostsee liege "nach wie vor deutlich unter den Mindestwerten", erklärte die Kommission am Montag. Die Behörde schlägt daher vor, 2027 die bisher geltende "Ausnahme für die kleine Küstenfischerei aufzuheben".

Rheinpegel erholen sich von Tiefstständen - Niveau aber weiterhin niedrig

Der Wasserstand des Rheins hat sich etwas von seinen jüngsten Tiefständen erholt - bleibt aber weiter auf niedrigem Niveau. An der viel beachteten Messstelle in Kaub in Rheinland-Pfalz lag er am Sonntag bei 46 Zentimetern, wie aus Pegeldaten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervorging. Mitte August war er zeitweise auf nur noch sechs Zentimeter gesunken, was Befürchtungen vor einer Unterbrechung von Lieferketten auslöste.

Textgröße ändern: