English Woman's Journal - Waldbrand in Belgien "vollumfänglich unter Kontrolle" - deutsche Feuerwehr zieht ab

Waldbrand in Belgien "vollumfänglich unter Kontrolle" - deutsche Feuerwehr zieht ab


Waldbrand in Belgien "vollumfänglich unter Kontrolle" - deutsche Feuerwehr zieht ab
Waldbrand in Belgien "vollumfänglich unter Kontrolle" - deutsche Feuerwehr zieht ab / Foto: BRUNO FAHY - BELGA/AFP

Nach sieben Tagen ist der größte Waldbrand in Belgien seit mehr als 100 Jahren nach Angaben der örtlichen Behörden "vollumfänglich" unter Kontrolle. Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der Grenze zu Deutschland "dürfte sich nicht weiter ausbreiten, sofern die Wetterbedingungen ähnlich wie derzeit bleiben", erklärten die zuständigen Behörden der Provinz Lüttich am Donnerstag. Demnach sollten sich die an der Brandbekämpfung beteiligten deutschen Feuerwehrleute am Ende des Tages aus dem Einsatzgebiet zurückziehen.

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Wie die Behörden mitteilten, müssten die Löscharbeiten insbesondere im Osten des Brandgebiets nahe der deutschen Grenze noch fortgesetzt werden. Auch in der unmittelbaren Umgebung der verbrannten Flächen seien die Bodentemperaturen noch "extrem hoch".

Den Angaben zufolge waren am Donnerstag noch insgesamt 350 Einsatzkräfte an der Bekämpfung des Brandes beteiligt, unter ihnen auch deutsche Feuerwehrleute. Diese sollen nach ihrem Abzug durch belgische Feuerwehrleute ersetzt werden.

Die Löschflüge wurden unterdessen fortgesetzt. Den Angaben zufolge waren zwei deutsche Hubschrauber, zwei norwegische Hubschrauber, ein Hubschrauber der belgischen Bundespolizei sowie zwei schwedische Flugzeuge im Einsatz.

Die Wetterbedingungen dürften bis 21.00 Uhr günstig bleiben, erklärten die Behörden. Anschließend sollte das Gebiet mit Drohnen des Zivilschutzes überwacht werden, um ein mögliches erneutes Aufflammen von Brandherden zu erkennen.

In der Nacht zu Donnerstag hatte die Feuerwehr gegen wieder aufflammende Brandherde gekämpft. Bereits am Mittwoch hatten die Behörden gemeldet, dass der im Osten Belgiens wütende Brand eingekreist worden sei.

Das Feuer im Hohen Venn hat seit Freitag vergangener Woche rund 3000 Hektar Vegetation vernichtet. Es ist der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911, als es im selben Gebiet während einer ähnlichen Trockenperiode wie in diesem Jahr zu verheerenden Bränden gekommen war.

Im Eifelort Monschau in Nordrhein-Westfalen mussten wegen des Brandes zwischenzeitlich zwei Straßenzüge mit etwa 30 Bewohnern evakuiert werden. Die Evakuierungsanordnung wurde am Mittwochnachmittag aufgehoben. Die Stadt Monschau erklärte am Mittwochabend, die Feuerwehr habe "leichte Erfolge" erzielen können. Der Regen habe den Einsatzkräften dabei in die Karten gespielt. Auch die Rauchintensität habe "etwas abgenommen".

Nach Angaben der belgischen Behörden kann es Wochen oder gar Monate dauern, bis in dem Naturschutzgebiet endgültig Entwarnung gegeben werden kann. In Torfmooren wie dem Hohen Venn können Brände noch lange unterirdisch weiter schwelen, auch wenn an der Oberfläche keine Flammen mehr zu sehen sind.

Der belgische Innenminister Bernard Quintin zog bei einer Fragestunde im Parlament in Brüssel eine grundsätzlich positive Bilanz des Einsatzes im Hohen Venn. Der Brand müsse jedoch Anlass sein, "unsere Bemühungen für einen nationalen Resilienzplan zu beschleunigen, in dem Klimarisiken und insbesondere das Risiko von Bränden in Naturgebieten einen wichtigen Platz einnehmen".

Belgien leidet in diesem Sommer wie große Teile Europas unter Hitze und Trockenheit. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere und intensivere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände.

L.McKay--EWJ

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