English Woman's Journal - UNO: Welt nicht auf Kurs für Einhaltung der Biodiversitäts-Ziele

UNO: Welt nicht auf Kurs für Einhaltung der Biodiversitäts-Ziele


UNO: Welt nicht auf Kurs für Einhaltung der Biodiversitäts-Ziele
UNO: Welt nicht auf Kurs für Einhaltung der Biodiversitäts-Ziele / Foto: SIMON MAINA - AFP/Archiv

Wenige Wochen vor der UN-Konferenz COP17 zur Biodiversität haben die Vereinten Nationen die Staatengemeinschaft zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen zur biologischen Vielfalt gemahnt. Die Welt sei "nicht auf Kurs, um die Biodiversitätsziele zu erreichen", hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der UN-Biodiversitätskonvention. Vor vier Jahren hatten sich fast alle Staaten der Welt darauf geeinigt, bis 2030 insgesamt 30 Prozent der Erde unter Schutz zu stellen.

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Bei der COP15 in Montreal vor vier Jahren war zudem beschlossen worden, die jährliche Unterstützung für die Biodiversität in den Entwicklungsländern auf 30 Milliarden Dollar (26 Milliarden Euro) anzuheben. Mitte Oktober kommen Vertreter von 196 Vertragsparteien in der armenischen Hauptstadt Eriwan zusammen, um den Stand dieser Biodiversitätsziele zu prüfen.

In der Erklärung der UN-Biodiversitätskonvention hieß es weiter, es habe zwar "vielversprechende Bemühungen in Bezug auf Schutz- und Erhaltungsziele" gegeben. Jedoch sei der Fortschritt in anderen Bereichen "träge" gewesen, etwa bei der "Mobilisierung von Ressourcen, der Umwidmung schädlicher Subventionen oder der inklusiven Regierungsführung".

Die UN-Biodiversitätskonvention erklärte zudem, dass "nach wie vor Unterschiede bestehen", wie die Länder ihre Anstrengungen zum Erreichen der Ziele für 2030 verstärken wollen. Das betreffe auch "Diskussionen rund um den Cali-Fonds". Dieser Fonds, der bei der COP16-Konferenz in Kolumbien eingerichtet wurde, soll einen kleinen Anteil der Gewinne verteilen, die Unternehmen in reichen Ländern aus Pflanzen und Tieren erzielen, die aus Entwicklungsländern stammen.

Die Leiterin des Sekretariats der UN-Biodiversitätskonvention, Astrid Schomaker, erklärte, die Umsetzung der Verpflichtungen der Staaten erfolge "noch nicht in dem Tempo und Umfang, das zur Erreichung dieser Ziele erforderlich ist".

Die Mitte Oktober beginnende COP-Biodiversitätskonferenz in Armenien werde "all die Ausdauer und Entschlossenheit erfordern, die die Vertragsparteien aufbringen können", fügte sie hinzu.

Mehr als ein Viertel aller Tier- und Pflanzenarten weltweit ist nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Internationale Union zur Bewahrung der Natur vom Aussterben bedroht. Diese Biodiversitätskrise hat der UN zufolge fünf vom Menschen verursachte Gründe: Die Zerstörung von Lebensräumen, die Übernutzung von Ressourcen wie Wasser, den Klimawandel, Umweltverschmutzung und die Ausbreitung invasiver Arten.

L.McKay--EWJ

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