English Woman's Journal - Niedrigwasser im Rhein: NRW-Ministerin warnt vor Folgen für die Wirtschaft

Niedrigwasser im Rhein: NRW-Ministerin warnt vor Folgen für die Wirtschaft


Niedrigwasser im Rhein: NRW-Ministerin warnt vor Folgen für die Wirtschaft
Niedrigwasser im Rhein: NRW-Ministerin warnt vor Folgen für die Wirtschaft / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Angesichts eines drohenden Niedrigwasser-Rekords im Rhein hat die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubauer (Grüne) vor den Folgen für die Wirtschaft gewarnt: "Der Rhein ist nicht nur Lebensader, er ist auch einer unserer wichtigsten Handelswege", sagte sie der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. Die aktuell niedrigen Pegelstände stellten die Wirtschaft vor Herausforderungen. "Wir beobachten die aktuelle Lage daher sehr aufmerksam."

Textgröße ändern:

Forderungen der Wirtschaft nach einer Vertiefung des Rheins wies Neubauer aber zurück: "Eine Vertiefung der Fahrrinne auf der Gesamtstrecke ist nicht die Lösung." Sollte an einzelnen Stellen ein solcher Eingriff die Lage erheblich verbessern, müsse das im Einzelfall sehr sorgfältig abgewogen werden.

"Es wird leider nicht unsere letzte Niedrigwasserphase bleiben", sagte Neubauer der Zeitung weiter. "Wir müssen als Gesellschaft alles daran setzen, den Klimawandel zu bremsen - und zugleich muss sich jede und jeder leider auf die Folgen des Klimawandels einstellen." Die nordrhein-westfälische Landesregierung unterstütze deshalb Forschungsbestrebungen für moderne Schiffe, die bei geringerer Fahrrinne mehr transportieren könnten.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt 2027 das Förderprogramm für die energieintensive Industrie im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge fort. Für 2026 sei das Interesse der Unternehmen sehr groß gewesen, es seien "substantiell" mehr Fördermittel als die zur Verfügung stehenden fünf Milliarden Euro beantragt worden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Deshalb werde nun bereits das Verfahren für die nächste Vergaberunde im kommenden Jahr gestartet.

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

Textgröße ändern: