English Woman's Journal - Backhaus verteidigt Rettung von Buckelwal: "Hatte emotionale Bindung"

Backhaus verteidigt Rettung von Buckelwal: "Hatte emotionale Bindung"


Backhaus verteidigt Rettung von Buckelwal: "Hatte emotionale Bindung"
Backhaus verteidigt Rettung von Buckelwal: "Hatte emotionale Bindung" / Foto: Philip Dulian - dpa/AFP/Archiv

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat die umstrittene Rettungsaktion für den gestrandeten und inzwischen gestorbenen Buckelwal verteidigt und mit einer persönlichen Bindung begründet. "Ich habe verantwortungsbewusst gehandelt", sagte er dem "Stern" laut Meldung vom Samstag. "Was wir in Deutschland versucht haben, war einmalig: einen jungen Wal zu retten, ihm seine Freiheit zu schenken."

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Er habe eine "emotionale Bindung zu dem Wal" gehabt, sagte Backhaus, er sei mehrfach bei ihm gewesen und habe ihm in die Augen geschaut. "Er hatte Hilfe verdient. Er hatte sein Leben noch vor sich." Zugleich habe er sich verantwortlich gefühlt, sagte der Minister: "Gucken Sie mal nach Schleswig-Holstein. Wer von der Regierung war denn da wie oft vor Ort? Wir als Landesregierung haben uns gekümmert. Ich habe mich gekümmert."

Der als Timmy weltweit bekannt gewordene Wal war wochenlang vor der deutschen Ostseeküste umhergeirrt und mehrfach gestrandet. Nach mehreren gescheiterten Hilfsversuchen gab Backhaus Mitte April grünes Licht für den Rettungsversuch einer Privatinitiative. Das Tier wurde in die Nordsee und schließlich ins offene Meer gebracht. Mitte Mai wurde das Tier dann tot vor Dänemark entdeckt.

Das Verfahren war im Vorfeld kritisiert worden, unter anderem von Gutachtern, die Backhaus zuvor beauftragt hatte. Er sagte dem "Stern", die Gutachter hätten den Wal letztmalig vor Ostern gesehen, danach habe sich die Lage geändert. "Die Wissenschaft kann sich im Übrigen auch irren. So wurde gesagt, der Wal könnte in fünf Tagen sterben, vielleicht auch in 21." Letztlich habe er viel länger gelebt.

E.Brwon--EWJ

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