English Woman's Journal - Stromverbrauch in Indien auf Rekordhoch inmitten andauernder Hitzewelle

Stromverbrauch in Indien auf Rekordhoch inmitten andauernder Hitzewelle


Stromverbrauch in Indien auf Rekordhoch inmitten andauernder Hitzewelle
Stromverbrauch in Indien auf Rekordhoch inmitten andauernder Hitzewelle / Foto: Arun SANKAR - AFP

In Indien ist der Stromverbrauch inmitten einer seit Tagen andauernden Hitzewelle so hoch wie nie. Am Donnerstag habe der Strombedarf den vierten Tag in Folge "einen neuen Allzeitrekord" erreicht, teilte Indiens Energieministerium mit. Die Behörden führten den starken Anstieg der Nachfrage auf einen erhöhten Einsatz von Klimaanlagen zurück.

Textgröße ändern:

Am Donnerstagnachmittag wurden in der Hauptstadt Neu Delhi 45,3 Grad Celsius gemessen. Betrug der Spitzenstrombedarf des Landes am Vortag noch 265,44 Gigawatt, kletterte er am Donnerstag auf 270,82 Gigawatt. Dieser "neue Höchstwert" wurde dem Ministerium zufolge "erfolgreich gedeckt". Es gab aber auch Berichte von Stromausfällen.

62 Prozent des gesamten erzeugten Stroms stammten laut Ministerium aus konventionellen Energieträgern wie Kohle, 22 Prozent aus Solarenergie. Der Anteil von erneuerbaren Energieträgern wie Wind und Wasser machten jeweils fünf Prozent aus, der Rest stammte aus anderen Quellen.

Nach den USA und China ist Indien der drittgrößte Emittent schädlicher Treibhausgase weltweit. Das Land hat sich verpflichtet, bis 2070 Klimaneutralität zu erreichen.

Indien ist an Hitzewellen im April und Juni gewöhnt - die diesjährige ist aber besonders heftig. In der Stadt Banda im Bundesstaate Uttar Pradeh kletterte das Thermometer am Donnerstag auf 47,6 Grad Celsius. Der Rekord im Land liegt bislang bei 51 Grad Celsius, im Jahr 2016 in Phalodi im Bundesstaat Rajasthan gemessen.

F.McKenzie--EWJ

Empfohlen

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt 2027 das Förderprogramm für die energieintensive Industrie im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge fort. Für 2026 sei das Interesse der Unternehmen sehr groß gewesen, es seien "substantiell" mehr Fördermittel als die zur Verfügung stehenden fünf Milliarden Euro beantragt worden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Deshalb werde nun bereits das Verfahren für die nächste Vergaberunde im kommenden Jahr gestartet.

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

Textgröße ändern: