English Woman's Journal - Verkehrsminister Schnieder: Bundesregierung wird Klimaziele einhalten

Verkehrsminister Schnieder: Bundesregierung wird Klimaziele einhalten


Verkehrsminister Schnieder: Bundesregierung wird Klimaziele einhalten
Verkehrsminister Schnieder: Bundesregierung wird Klimaziele einhalten / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat zugesagt, dass die Koalition mit ihrem neuen Klimaschutzprogramm die Klimaziele für 2030 erreichen wird. "Wir werden als Bundesregierung im Klimaschutzprogramm die Ziele 2030 einhalten", sagte Schnieder am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Ein großer Bereich, um die Transformation voranzutreiben, sei der Ausbau der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität.

Textgröße ändern:

Zwar gebe es bereits eine gute Ladeinfrastruktur, aber: "Es gibt einige Lücken, vor allem im Bereich der Städte", fügte Schnieder hinzu. In Mehrfamilienhäusern gebe es einen Nachholbedarf. Ein geplantes Förderprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro soll die Ladeinfrastruktur dort voran bringen.

Eine attraktive E-Mobilität habe mit Blick auf die Klimaziele einen positiven Einfluss. Hingegen bringe ein Tempolimit wenig. "Wir müssen Maßnahmen vorschlagen, die die Menschen akzeptieren, die sie tragen können und die wirtschaftlich umsetzbar sind", sagte der Minister.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge kritisierte die Pläne der Bundesregierung. Klimaschutz stehe dort an letzter Stelle, sagte sie im ARD-"Morgenmagazin". Sie finde ein Förderprogramm für E-Mobilität grundsätzlich wichtig, dieses müsse aber stärker auf Familien und Menschen mit niedrigem Einkommen ausgerichtet sein. "Wir halten es nicht für notwendig, auch Hybride oder sehr teure Autos zu fördern", betonte sie.

Dröge kritisierte, dass die Bundesregierung auf europäischer Ebene das Verbrenner-Aus in Frage stelle. Zudem werde aus dem Sondervermögen nichts in die Schiene investiert. Sie warf CDU und SPD "Arbeitsverweigerung" vor. Die Klimaziele würden so nicht erreicht werden können.

Die Bundesregierung will am Mittwoch ihr neues Klimaschutzprogramm vorlegen. Das Kabinett soll das Programm am Vormittag in seiner Sitzung beschließen, anschließend will Umweltminister Carsten Schneider (SPD) es vorstellen. Die Regierung ist gesetzlich verpflichtet, bis zum 25. März ein Klimaschutzprogramm vorzulegen, um das Erreichen der Emissionsziele für 2030 sicherzustellen.

Mit den dazu bisher eingeleiteten Maßnahmen dürfte auch nach Prognosen der Regierung das Ziel verfehlt werden, den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 65 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 zu verringern. In den Sektoren Verkehr und Gebäude steigen die Emissionen sogar.

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt 2027 das Förderprogramm für die energieintensive Industrie im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge fort. Für 2026 sei das Interesse der Unternehmen sehr groß gewesen, es seien "substantiell" mehr Fördermittel als die zur Verfügung stehenden fünf Milliarden Euro beantragt worden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Deshalb werde nun bereits das Verfahren für die nächste Vergaberunde im kommenden Jahr gestartet.

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

Textgröße ändern: