English Woman's Journal - Bauernpräsident befürchtet Ernte-Einbußen wegen Trockenheit in Deutschland

Bauernpräsident befürchtet Ernte-Einbußen wegen Trockenheit in Deutschland


Bauernpräsident befürchtet Ernte-Einbußen wegen Trockenheit in Deutschland
Bauernpräsident befürchtet Ernte-Einbußen wegen Trockenheit in Deutschland / Foto: Piero CRUCIATTI - AFP/Archiv

Der heiße und trockene Sommer in Deutschland wird zur Bedrohung für die Lebensmittelerzeugung: Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, warnte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag vor "großen Einbußen" bei der Ernte. Trockenheit und Hitze seien in diesem Jahr "in einigen Regionen ein großes Problem", sagte er.

Textgröße ändern:

Bei der Getreideernte habe das Wetter bereits Spuren hinterlassen, sagte Rukwied. Feldfrüchte wie Mais oder Kartoffeln, bei denen die Ernte noch anstehe, würden ebenfalls "unter den hohen Temperaturen leiden". Sollte es in nächster Zeit nicht regnen, werde es hier "zu großen Einbußen kommen".

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) zeigte sich besorgt. Am Rande eines EU-Agrarministertreffens in Brüssel verwies er auf Trockenheit, Starkregen und Ernteausfälle: Diese seien nicht mehr nur ein Problem des "globalen Südens", sondern inzwischen auch der Europäischen Union.

Özdemir verwies auf die Dürreprobleme insbesondere im Süden Europas. Von dort kämen Bilder, "die ja Schreckensszenarien darstellen aus Horrorfilmen, das ist mittlerweile Realität", sagte er. "Wir sind mitten drin in der Klimakrise, man könnte auch sagen: in der Klimakatastrophe."

E.Cunningham--EWJ

Empfohlen

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt 2027 das Förderprogramm für die energieintensive Industrie im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge fort. Für 2026 sei das Interesse der Unternehmen sehr groß gewesen, es seien "substantiell" mehr Fördermittel als die zur Verfügung stehenden fünf Milliarden Euro beantragt worden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Deshalb werde nun bereits das Verfahren für die nächste Vergaberunde im kommenden Jahr gestartet.

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

Textgröße ändern: