English Woman's Journal - Gelände der Weltklimakonferenz in Belém nach Feuer wieder geöffnet

Gelände der Weltklimakonferenz in Belém nach Feuer wieder geöffnet


Gelände der Weltklimakonferenz in Belém nach Feuer wieder geöffnet
Gelände der Weltklimakonferenz in Belém nach Feuer wieder geöffnet / Foto: Jacqueline LISBOA - AFP

Nach einem Feuer und der anschließenden vollständigen Evakuierung ist das Gelände der Weltklimakonferenz in Belém am Donnerstagabend (Ortszeit) wieder geöffnet worden. Die Feuerwehr habe den Zugang nach einer Sicherheitsüberprüfung wieder freigegeben, teilte die brasilianische Präsidentschaft der COP30 mit. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen, wie Menschen, die ihre Akkreditierung vorzeigten, auf das Gelände gelassen wurden.

Textgröße ändern:

Der von dem Brand betroffene Bereich bleibe bis zum Abschluss der Konferenz abgesperrt, teilte die COP-Präsidentschaft mit. Am Abend werde es keine Plenumsveranstaltungen mehr geben.

"Wir danken für die Kooperation, Geduld und das Verständnis aller Teilnehmer", erklärten die Ausrichter weiter. "Wir haben weiter noch einige Arbeit vor uns und wir vertrauen darauf, dass die Delegierten in einem Geist der Solidarität und Entschlossenheit zu den Verhandlungen zurückkehren, um ein erfolgreiches Ergebnis dieser COP sicherzustellen."

Die deutsche Delegation hatte zuvor mitgeteilt, die abschließenden Verhandlungen würden erst ab Freitag (Ortszeit) wieder aufgenommen. Dies erfolge "voraussichtlich ab 08.00 Uhr" (12.00 Uhr MEZ), teilten die Sprecher des Bundesumweltministeriums am Donnerstagabend mit. Am Donnerstag würden zwischen den Delegationen gegebenenfalls noch bilaterale oder trilaterale Gespräche geführt.

Am Donnerstagnachmittag war bei den Länderpavillons in der Nähe des Eingangsbereichs der Klimakonferenz ein Feuer mit meterhohen Flammen ausgebrochen. Mitten in der entscheidenden Phase der Klimaverhandlungen wurde das gesamte Gelände evakuiert, zehntausende Konferenzteilnehmer brachten sich in Sicherheit.

Nach neuen Angaben von Rettungskräften wurden 19 Menschen behandelt, weil sie Rauch eingeatmet hatten, und zwei weitere wegen Angstzuständen. Neun von ihnen waren demnach am Abend noch in Behandlung. Das UN-Klimasekretariat hatte zunächst erklärt, 13 Menschen seien vor Ort behandelt worden. Durch den Brand war demnach nur ein "begrenzter Schaden" entstanden.

Nach offiziellem Zeitplan soll die 30. UN-Klimakonferenz (COP30) am Freitagabend enden. Vor dem Brand auf dem Gelände hatten die Verhandler aus rund 190 Staaten weiter intensiv über Knackpunkte wie Klimafinanzierung und Handelsmaßnahmen gerungen. Ein neuer Entwurf für den übergreifenden politischen Beschlusstext war entgegen der Erwartungen nicht veröffentlicht worden.

B.Mclean--EWJ

Empfohlen

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt 2027 das Förderprogramm für die energieintensive Industrie im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge fort. Für 2026 sei das Interesse der Unternehmen sehr groß gewesen, es seien "substantiell" mehr Fördermittel als die zur Verfügung stehenden fünf Milliarden Euro beantragt worden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Deshalb werde nun bereits das Verfahren für die nächste Vergaberunde im kommenden Jahr gestartet.

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

Textgröße ändern: