English Woman's Journal - UN-Generalsekretär: Überschreiten des 1,5-Grad-Klimaziels "unvermeidlich"

UN-Generalsekretär: Überschreiten des 1,5-Grad-Klimaziels "unvermeidlich"


UN-Generalsekretär: Überschreiten des 1,5-Grad-Klimaziels "unvermeidlich"
UN-Generalsekretär: Überschreiten des 1,5-Grad-Klimaziels "unvermeidlich" / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat ein Verfehlen des 1,5-Grad-Klimaziels in den kommenden Jahren als "unvermeidlich" bezeichnet. "Eines ist bereits klar: Wir werden die globale Erwärmung in den nächsten Jahren nicht unter 1,5 Grad halten können", sagte Guterres am Mittwoch vor der Weltorganisation für Meteorologie in Genf. "Ein Überschreiten ist nun unvermeidlich."

Textgröße ändern:

Die internationale Gemeinschaft hatte sich 2015 in Paris auf das internationale Klimaschutz-Abkommen geeinigt, wonach die Erderwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden soll. Dafür ist eine drastische Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen nötig.

Mitte November beginnt in Brasilien die jährliche UN-Klimakonferenz, bei der versucht werden soll, die internationalen Bemühungen zur Begrenzung der Emissionen durch verbindliche Absprachen und Zusagen zum Erfolg zu führen. Angesichts verschiedener Krisen wie der Corona-Pandemie und mehrerer Kriege waren die Anstrengungen zur Bekämpfung der Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels in den vergangenen Jahren in den Hintergrund geraten.

Wissenschaftler warnen vor den katastrophalen Folgen für die Menschheit, wenn es nicht gelingt, die globale Erderwärmung zu begrenzen. Durch den fortschreitenden Klimawandel nehmen extreme Wetterphänomene wie Hitzeperioden, Stürme und Starkregen zu.

US-Präsident Donald Trump hatte im September vor der UN-Vollversammlung die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel als "weltweit größten Betrug aller Zeiten" bezeichnet. Am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit verfügte er im Januar den erneuten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. Er treibt den Ausbau der Öl- und Gasförderung in den USA voran.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Nächster IPCC-Bericht: Chef des Weltklimarats drängt zu schneller Einigung bei Termin

Nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen über den Zeitplan für den nächsten großen Sachstandsbericht strebt der Weltklimarat (IPCC) eine rasche Einigung an. Einen Konsens zu erzielen, sei "entscheidend", sagte der Chef des Weltklimarats, Jim Skea, am Montag. Das Gremium der Vereinten Nationen ist die maßgebliche Instanz für Klimawissenschaft.

Geld pro eingesparter Tonne CO2: Staatliche Förderung für Industrieinvestitionen

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt 2027 das Förderprogramm für die energieintensive Industrie im Rahmen sogenannter CO2-Differenzverträge fort. Für 2026 sei das Interesse der Unternehmen sehr groß gewesen, es seien "substantiell" mehr Fördermittel als die zur Verfügung stehenden fünf Milliarden Euro beantragt worden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Deshalb werde nun bereits das Verfahren für die nächste Vergaberunde im kommenden Jahr gestartet.

UN-Biodiversitätskonferenz in Eriwan zieht Zwischenbilanz bei Artenschutz-Zusagen

In der armenischen Hauptstadt Eriwan beginnt am Montag die 17. UN-Konferenz zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Bei der sogenannten COP17 beraten Vertreter aus fast 200 Staaten zwei Wochen lang über Maßnahmen gegen den rasanten Rückgang der Biodiversität, die auch für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Das Treffen in Eriwan soll für eine erste Bestandsaufnahme des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal genutzt werden.

Heftige Zusammenstöße bei Protesttag in Frankreich - 166 Festnahmen

Begleitet von heftigen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sind in Frankreich am Samstag zehntausende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße gegangen. Aus dem Umfeld von Innenminister Laurent Nuñez lagen am Mittag Zahlen vor, wonach an Kundgebungen und Protestaktionen außerhalb von Paris mehr als 32.000 Demonstrierende teilnahmen. In mehreren Städten gab es gewaltsame Auseinandersetzungen; bis zum Mittag wurden 166 Menschen festgenommen.

Textgröße ändern: