English Woman's Journal - Türkei: Schiedsrichter-Chef in Untersuchungshaft

Türkei: Schiedsrichter-Chef in Untersuchungshaft


Türkei: Schiedsrichter-Chef in Untersuchungshaft
Türkei: Schiedsrichter-Chef in Untersuchungshaft / Foto: FRANCK FIFE - SID

Der türkische Schiedsrichter-Chef Ferhat Gündogdu ist im Rahmen einer Korruptionsermittlung von einem Gericht in Untersuchungshaft genommen worden. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag.

Textgröße ändern:

Der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission und sechs weitere Personen wurden am Freitag wegen des Verdachts der Manipulation einem Richter vorgeführt. Das Gericht ordnete die Untersuchungshaft für fünf von ihnen an und gewährte den beiden anderen eine Freilassung unter Auflagen, berichtete Anadolu.

Gündogdu war am Dienstag ebenso wie die weiteren Verdächtigen im Zuge von Razzien in vier Provinzen in Gewahrsam genommen worden. Es gehe um "Vorwürfe der Einmischung in die Erstellung der Schiedsrichterranglisten, in die Einsätze, die Bewertungs- und Ernennungsverfahren sowie die Regelprüfungen", schrieb Justizminister Akin Gürlek auf X.

"Es wurden gerichtliche Durchsuchungen in ihren Wohnungen, an ihren Arbeitsstätten und in ihren Büros durchgeführt", erklärte der Justizminister und versprach, sich für einen "sauberen Fußball" einzusetzen, damit das Vertrauen in den türkischen Fußball zurückkehren könne.

Am Donnerstag verwies der nationale Fußballverband (TFF) im Rahmen einer Untersuchung zu Wettbetrug 448 Vereinsfunktionäre an die Disziplinarkommission. Die Liste umfasst mehrere Dutzend Namen von Funktionären türkischer Spitzenvereine, darunter den Präsidenten von Trabzonspor, den Vizepräsidenten von Besiktas, mehrere aktuelle und ehemalige Vertreter von Galatasaray sowie drei ehemalige von Fenerbahce.

In seiner Erklärung nahm der TFF Bezug auf einen Skandal aus dem vergangenen Jahr, bei dem der Disziplinarausschuss 149 Schiedsrichter suspendiert hatte. Diesen war vorgeworfen worden, unter Missachtung des ihnen auferlegten Verbots auf Spiele gewettet zu haben. Die Sperren reichten von acht bis zwölf Monaten.

L.Paterson--EWJ

Empfohlen

Pokal-Ausschreitungen: Zuschauer-Teilausschluss für Mannheim

Drittligist Waldhof Mannheim ist nach den massiven Ausschreitungen im DFB-Pokalspiel gegen den Lokalrivalen 1. FC Kaiserslautern zu einem Zuschauer-Teilausschluss sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Dies entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Demnach müssen die Mannheimer im kommenden Drittliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II am 25. Oktober ohne Teile ihrer Fans auskommen, eine weitere Partie wurde bis Ende 2028 zur Bewährung ausgesetzt.

FIFA-Sitzung: Infantino-Entschuldigung, aber offene Fragen

FIFA-Chef Gianni Infantino hat bei der mit Spannung erwarteten Council-Sitzung des Fußball-Weltverbandes um Entschuldigung gebeten, aber wichtige Fragen offengelassen. "Wir haben sehr viele kritische Fragen gestellt, befriedigende Antworten hat es aus meiner Sicht nicht gegeben", sagte DFB-Chef Bernd Neuendorf nach dem rund dreistündigen Treffen am Donnerstag.

Achillessehnenriss: Ski-Star Kilde wieder schwer verletzt

Der norwegische Alpin-Superstar Aleksander Aamodt Kilde hat sich erneut schwer verletzt. Wie der norwegische Skiverband am Donnerstag mitteilte, war der 34 Jahre alte Speed-Spezialist am Mittwoch während eines Abfahrtstrainings in Chile gestürzt und erlitt einen Riss der Achillessehne. Der Verband machte keine Angaben zur Dauer seiner Ausfallzeit, der Winter 2026/27 könnte für Kilde allerdings schon vorbei sein, bevor er begonnen hat.

Bahnrad-WM: Frauen-Vierer gewinnt Bronze

Der deutsche Frauen-Vierer hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai Bronze gewonnen und damit für die dritte Medaille des deutschen Teams gesorgt. Im kleinen Finale setzten sich die die Tokio-Olympiasiegerinnen Franziska Brauße, Lisa Klein und Mieke Kröger sowie Messane Bräutigam in 4:10,554 Minuten gegen die Niederlande (4:10,803) durch.

Textgröße ändern: