English Woman's Journal - DFB-Ausbootung nagt an Baumann: "Gefällt mir nicht"

DFB-Ausbootung nagt an Baumann: "Gefällt mir nicht"


DFB-Ausbootung nagt an Baumann: "Gefällt mir nicht"
DFB-Ausbootung nagt an Baumann: "Gefällt mir nicht" / Foto: InTime Sports - picture-alliance/InTime Sports/SID

Oliver Baumann gab alles, um halbwegs gute Miene zu den beiden bösen Spielen des Tages zu machen. "Ich weiß es ja schon länger. Es war überhaupt kein negatives Gefühl für die Partie", sagte der Torwart der TSG Hoffenheim nach der Pleite des Fußball-Bundesligisten beim Auftakt in die Ligaphase der Europa League.

Textgröße ändern:

Worüber der TSG-Kapitän schon Bescheid wusste, war seine Ausbootung bei der Nationalmannschaft ein paar Stunden vor dem 0:2 (0:1) der schwachen Kraichgauer beim griechischen Pokalsieger OFI Kreta. Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp baut nicht mehr auf den Routinier - was Baumann erst einmal verkraften muss. "Die Entscheidung gefällt mir nicht, das ist klar", äußerte der 36-Jährige: "Sie schlagen einen anderen Weg ein. Jürgen hat so entschieden. Das muss ich akzeptieren."

Beim Stichwort "Akzeptanz" bekam allerdings Klopps Vorgänger einen weitaus härteren Schlag als der aktuelle Nationalcoach ab. "Das im Sommer tat deutlich mehr weh, wie das gelaufen ist - das war unfassbar", sagte Baumann am NITRO-Mikrofon. Getroffen musste sich Julian Nagelsmann fühlen. Baumanns alter Trainer bei der TSG hatte den eigentlich als Nummer eins ausgerufenen Keeper kurz vor der zurückliegenden WM-Endrunde degradiert und Manuel Neuer zurückgeholt - ohne Erfolg.

Nun sind Nagelsmann, Neuer und Baumann Geschichte beim DFB. Eine Zukunft im deutschen Trikot erhofft sich dagegen der von Klopp nominierte Bambasé Conté - auch wenn der 23-Jährige auf Kreta eine Stunde auf der Bank des Bundesliga-13. saß. "Es war ein Gänsehautmoment für mich", berichtete Conté vom Telefonat mit Klopp: "Ich will dem Trainer zeigen, dass ich auf dem Niveau mithalten kann."

Nie an ihr eigentliches Niveau heran kamen die Hoffenheimer auf Griechenlands größter Insel. "Wir haben uns schon was anderes vorgestellt. Es war ein Effizienzthema", sagte Baumann: "Das ist bitter für uns. Wir müssen sofort daraus lernen." Ähnlich sah es Trainer Christian Ilzer: "Das war zu wenig, wir sind enttäuscht - das war kein guter Start in die Europa League."

Als Folge stehen die Kraichgauer, die in der Bundesliga am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) beim Aufsteiger SC Paderborn ran müssen, vor der nächsten Europacup-Partie bereits gehörig unter Druck. Am 15. Oktober kommt Besiktas Istanbul nach Sinsheim - was wieder hart wird für Baumann. Schließlich hat es Istanbuls Torhüter Alexander Nübel in Klopps XXL-Kader geschafft.

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

FC Bayern: Neuer trainiert - Kompany und Kimmich fehlen

Bayern München kann im Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal voraussichtlich auf Kapitän Manuel Neuer zurückgreifen. Der Torhüter stand nach seiner Fußverletzung zu Beginn des Abschlusstrainings für die Begegnung am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) mit auf dem Platz.

Handball: Gislason nominiert zwei Neue für EM-Quali

Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat wenige Monate vor der Heim-WM zwei Debütanten in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Niklas Theiß von der HSG Wetzlar und David Móré (ThSV Eisenach) gehören bei den anstehenden Spielen der EM-Qualifikation Anfang November erstmals zum Aufgebot, das Gislason am Dienstag verkündete. Der Isländer verzichtete wie schon zuletzt auf die Routiniers Jannik Kohlbacher, Rune Dahmke und Lukas Mertens.

Eishockey-Nationalspieler Kahun fällt für Deutschland Cup aus

Eishockey-Nationalspieler Dominik Kahun fällt für den Deutschland Cup in Düsseldorf aus. Der 31 Jahre alte Stürmer erlitt eine Unterkörperverletzung und muss für mehrere Wochen pausieren, wie Red Bull München mitteilte. Kahun wird erst nach der Länderspielpause zurückerwartet, der frühere NHL-Profi und Olympia-Silberheld von Pyeongchang wird damit auch dem neuen Bundestrainer André Rankel vorerst nicht zu Verfügung stehen.

"Lächerlich": Ronaldos 39-Sekunden-Strafe sorgt für Spott

"Zeit für Mathematik", schrieb Portugals Sportzeitung A Bola, als die Verbandsstrafe für Cristiano Ronaldo endlich publik war - und in ganz Europa wurde eifrig mitgerechnet. 255 Euro muss der Superstar zahlen, weil er im September aus der Nationalmannschaft geflohen war, und wie viel ist das nun in Ronaldos Welt?

Textgröße ändern: