English Woman's Journal - Suche beendet: Kanu-Olympiasieger Rauhe wird Staatsminister

Suche beendet: Kanu-Olympiasieger Rauhe wird Staatsminister


Suche beendet: Kanu-Olympiasieger Rauhe wird Staatsminister
Suche beendet: Kanu-Olympiasieger Rauhe wird Staatsminister / Foto: Sebastian Gollnow - picture-alliance/dpa/SID

Der zweimalige Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird Staatsminister für Sport und Ehrenamt in der Regierung von Friedrich Merz. Dies gab der Bundeskanzler bei Instagram bekannt. Der 44 Jahre alte Berliner Rauhe wird am Donnerstagnachmittag in einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz im Bundeskanzleramt vorgestellt. Damit endete nach mehr als zwei Monaten die zähe Suche nach einem Nachfolger für Christiane Schenderlein.

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Rauhe war 2021 nach seinen sechsten Olympischen Spielen zurückgetreten, zum Abschluss in Tokio holte er seine nach 2004 zweite Goldmedaille. Als Fahnenträger bei den Spielen in Japan erlebte er den Höhepunkt seiner Karriere. Bei Olympia und Weltmeisterschaften gewann Rauhe 31 Medaillen, 16-mal wurde er Weltmeister.

Nach seiner aktiven Karriere war Rauhe als TV-Experte sowie Vortragsredner tätig und brachte sich in der Entwicklung von Rennkanus ein. Sportpolitisch ist Rauhe seit 2023 in der Athletenkommission des Europäischen Olympischen Komitees tätig, derzeit wird er als Vizepräsident des Gremiums geführt.

Merz musste den Posten neu besetzen, da die bisherige Staatsministerin Schenderlein, die das neu geschaffene Amt ab 2025 für 14 Monate ausgeübt hatte, bei der Kabinettsumbildung ins Gesundheitsressort gewechselt ist. Anders als Schenderlein, die vor Amtsantritt kaum Berührungspunkte mit dem Bereich Sport gehabt hatte, sollte ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin stärker im künftigen Arbeitsthema verwurzelt sein.

Zunächst war Nadine Keßler als Wunschkandidatin Nummer eins gehandelt worden. Die frühere Weltfußballerin, derzeit UEFA-Direktorin für den Frauenfußball, sagte aber Medienberichten zufolge ab. Danach habe Merz eine neue Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten prüfen lassen, auf dieser sollen sich diverse prominente Personen aus dem olympischen Sport befunden haben. Unter anderem fiel der Name der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein, die zuletzt auch ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert hatte, obwohl sie erst seit dem 1. August als hauptamtliche Bundestrainerin tätig ist.

N.M.Shaw--EWJ

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