English Woman's Journal - Federer schließt Trainerjob vorerst aus und bleibt offen für Mentorenrolle

Federer schließt Trainerjob vorerst aus und bleibt offen für Mentorenrolle


Federer schließt Trainerjob vorerst aus und bleibt offen für Mentorenrolle
Federer schließt Trainerjob vorerst aus und bleibt offen für Mentorenrolle

Vor seiner Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame hat Roger Federer erklärt, warum ein Traineramt derzeit nicht zu seinem Familienleben und seinen Projekten passt.

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Roger Federer wird am Samstag in Newport in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen. Mehr als 270 Persönlichkeiten gehören der Ruhmeshalle bereits an. Vor der Zeremonie sprach der Schweizer bei einer Medienkonferenz über sein Verhältnis zum Tennis und eine mögliche künftige Rolle im Sport.

Federer sagte, er spiele weiterhin sehr gern Tennis. Freunde hätten ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er während eines Auftritts im Umfeld der US Open beim Spielen und bei seinen Schlägen häufig gelächelt habe. Für ihn sei entscheidend, dass er heute auf den Platz gehe, weil er es wolle und nicht, weil er müsse. Eine Ausnahme sei, wenn sein Sohn unbedingt mit ihm spielen möchte, was für ihn ebenfalls ein Vergnügen sei.

Im Mittelpunkt stehe nicht mehr das Erzielen von Punkten. Federer genieße es vielmehr, Bälle zu treffen und besondere Schläge auszuprobieren. Die Aufnahme in die Hall of Fame bezeichnete er als besondere Ehre. Auch die Reaktion der Fans bedeute ihm viel.

Auf die Frage nach seinem Vermächtnis erklärte Federer, er hoffe, den Tennissport gut vertreten zu haben. Die Menschen sollten sich gern an seine Spiele oder zumindest an seine Höhepunkte erinnern.

Einen unmittelbaren Wechsel ins Trainergeschäft schloss der frühere Weltranglistenerste aus. Seine Kinder benötigten seine Aufmerksamkeit, daneben beschäftigten ihn mehrere Projekte. Außerdem schätze er die freie Zeit und das gemeinsame Leben mit seiner Frau. Für eine verantwortliche Trainerrolle fehle ihm deshalb derzeit die notwendige Kapazität.

Federer betonte zugleich, dass sich langfristige Entwicklungen nicht vollständig ausschließen ließen. Als Beispiel nannte er Stefan Edberg. Auch dieser habe vermutlich nicht erwartet, später als Trainer zu arbeiten, sei dann aber zwei Jahre Teil von Federers Team gewesen. Federer erinnerte diese Zusammenarbeit als sehr gute gemeinsame Zeit.

Nach seiner Einschätzung muss ein Trainer mindestens 20 bis 25 Wochen im Jahr investieren, um einen Spieler oder eine Spielerin nachhaltig zu unterstützen. Zudem müsse er kurzfristig verfügbar sein, wenn Matches, Grand-Slam-Turniere oder andere Ereignisse nicht wie geplant verlaufen. Diesen zeitlichen Einsatz könne Federer momentan nicht leisten.

Dem Tennis möchte der 20-malige Grand-Slam-Sieger dennoch verbunden bleiben. Er zeigte sich offen für Aufgaben in der Nachwuchsförderung oder als Mentor. Als mögliche Partner nannte er Swiss Tennis, die Akademie von Rafael Nadal und andere Einrichtungen. Wenn dort seine Unterstützung gebraucht werde, könne man ihn anfragen.

L.Paterson--EWJ

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